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Französisch Polynesien - Willkommen im Paradies

Südsee – weiße Traumstände, Kokospalmen die in die türkisfarbene Lagune hängen und immer gutes Wetter. So ungefähr sah unser Traum von einer Reise nach Französisch Polynesien aus, das es uns schon während unserer Reise nach Neuseeland angetan hatte.

Nach einer ausgiebigen Planungsphase haben wir uns dann ein Programm zusammengestellt, um Tahiti und einige weitere ihre Inseln in 3 Wochen zu erkunden.

Begleiten Sie uns auf den nächsten Seiten auf traumhafte Inseln:

 

Buchungsprozess:

Wir haben uns für die Buchung zum ersten Mal professionelle Hilfe geholt, indem wir den Reiseveranstalter Polynesia Tours mit einbezogen hatten. Dort haben wir ein schönes und ausführliches Angebot erhalten, das nach unseren Wünschen erstellt und mehrfach geändert wurde, bis es letztendlich für uns gepasst hat.

Das Buchungsprogramm bestand im Wesentlichen aus den Hotels und den dazugehörigen Transfers sowie dem Airpass von Air Tahiti. Natürlich hätte man sich auch alles selbst im Internet zusammensuchen können. Wir haben uns aber bewusst dagegen entschieden da wir auf die vielen Tipps und Vorschläge die wir erhalten haben nicht verzichten wollten. Ein Vergleich hat übrigens später ergeben, dass wir die Hotels im Internet teurer gebucht hätten als über Polynesia Tours. Es muss also nicht immer Internet sein…

Unsere „Eigenleistung“ bei dieser Reise bestand darin, die Flüge von Deutschland nach Tahiti und zurück zu organisieren. Nach langer und teilweise frustrierender Suche haben wir dann eine Flugkombination gefunden, die mit Delta , KLM und Air Tahiti Nui uns ans Traumziel gebracht hat.

Anreise:

Der große Tag war gekommen. Nachdem schon die gepackten Koffer fast eine Woche im Schlafzimmer standen, wurde (wie bei jeder Reise) am Vorabend nochmals alles über den Haufen geworfen und bis spät abends neu gepackt.

Der Flug mit Delta DL117 von Stuttgart nach Atlanta ging um 10:20 Uhr, was für uns hieß früh aufzustehen. Die Schlange am Check-In war schon recht lang und wir reihten uns dann ein. Dass der Flug recht voll werden würde war uns schon bewusst, als wir ca. 6 Wochen vor Reiseantritt keine Wunschsitzplätze mehr auswählen konnten. Wir hatten also eine 3-er Mittelreihe gebucht und in der Hoffnung, dass der mittlere Platz freibleiben würde jeweils die beiden äußeren Sitze reserviert. Natürlich war der mittlere Platz nicht frei, aber keiner von uns beiden wollte seine Beinfreiheit aufgeben und in die Mitte sitzen. So haben wir also den Flug getrennt voneinander verbracht – sehr zur Verwunderung des in der Mitte sitzenden (tauschbereiten) Einzelreisenden.

Der Flug selbst war ganz ok, auch wenn Delta nicht unbedingt für die modernsten Flugzeuge bekannt ist. So hatten wir auch dieses mal wieder einen Flieger, der vermutlich älter war als wir beide. Aber wir sind nach 10 Stunden gut in Atlanta angekommen. Nach dem langen Flug folgt dann immer die ermüdende Immigration bei den schlecht gelaunten amerikanischen Beamten, die sich immer viel Zeit lassen um jede Seite des Reisepasses auch genau zu lesen. Ist ja auch sehr interessant die ganzen Visa aus Russland, China und Mexico genauer zu betrachten…

In der langen Schlange gab es zwischendurch bereits eine „Vorabkontrolle“, durchgeführt von einer sagen wir mal durchschnittlich gebildeten Amerikanerin. Auf unserem Zollformular haben wir als Zielort angegeben „In Tansit“, so wie es auch bei der Einreiseformalität über ESTA vorgegeben war. Wir wollten ja nicht im Land bleiben, sondern dies so schnell wie möglich wieder verlassen. Dies war der guten Dame aber scheinbar nicht geheuer, denn den Ort „in Transit“ kannte sie nicht und wollte wissen, wo wir hinfliegen wenn wir das Land verlassen. Also antworteten wir wahrheitsgemäß, dass wir nach Tahiti wollen.  Da sie nicht wusste was das ist, sagt ich ihr das wäre in Französisch Polynesien. Das verwirrte sie noch mehr. Also wiederholte ich T A H I T I und sie meinte „so you are going to Thailand?“. Als sie mich dann noch bat Tahiti zu buchstabieren musste ich mir das Lachen wirklich verkneifen. Als ich dann später las, dass sie noch nicht einmal das buchstabierte und wirklich nicht schwere Wort Tahiti richtig geschrieben hat, konnte ich mich nicht mehr zurückhalten. Zum Glück hat sie das nicht mitbekommen, sonst wäre unsere Reise vermutlich schon zu Ende gewesen…

Nach einer weiteren Viertelstunde sind wir dann am Officer an die Reihe gekommen, der alle Fingerabdrücke genommen hat und sich dann sogar noch in etwas Smalltalk versucht hat. Als ich diesen jedoch erwiderte verstummte er, fast so als ob er erschrocken ist dass jemand antwortetet. Auch egal, wir waren endlich eingereist und konnten unsere Koffer abholen um damit durch den Zoll zu gehen. Direkt nach dem Zoll wurden die Koffer wieder eingesammelt und wir wieder auf verbotene Gegenstände im Gepäck kontrolliert.

Im Foodcourt des Flughafens haben wir uns für mexikanische Wraps entschieden die recht lecker waren. Dann gings auch schon weiter und wir gingen zum Boarding des nächsten Fluges nach Los Angeles. Da der Flug mit der Info versehen war, dass Bordservice gegen Gebühr erhältlich wäre, haben wir uns vorher noch mit Getränken eingedeckt. Wie sich dann herausstellte, waren nur die Mahlzeiten nicht kostenlos, was uns aber nicht störte da wir eh schon gegessen hatten. Der Flug war teilweise recht lustig mit einer Stewardess, die sich immer wieder als Komiker versucht hatte und die Mitreisenden mit lustigen Ansagen von ersten Themen (Sitzen bleiben bis die Anschnallzeichen erloschen sind, etc) zum Lachen brachte. So etwas fehlt auf den europäischen Flügen, wo es immer nur sehr ernst zu geht.

Der Anflug auf Los Angeles war wieder ein Erlebnis, wenn man ewig nur über die Lichter der Stadt und Vororte fliegt. Nach etwas mehr als 4 Stunden waren wir in LAX gelandet und machten uns auf die Suche nach dem nächsten Check-In der Air Tahiti Nui. Hierfür mussten wir das Terminal verlassen und das Gebäude wechseln, das wir nach zweimal nachfragen auch gefunden hatten. Ein tolles neues Terminal nur für Asien- und Pazifikflüge erwartete uns dann. Der Check-In war reibungslos und die Koffer wurden von Atlanta aus direkt weitergeleitet, so war der Wechsel sehr angenehm.

Auch dieser Flug war wieder sehr voll, denn unsere Sitzplatzreservierung konnte nur wieder in einer Mittelreihe angenommen werden. Alle 2-er Reihen waren bei Buchung schon belegt. Diesmal hatten wir jedoch Glück und der Mittelplatz zwischen uns blieb frei. Wir hatten so etwas mehr Bewegungsfreiheit auf den nun folgenden 8 Stunden Flugzeit bis Tahiti. Schon beim Besteigen der Maschine wurde man mit polynesischen Klängen begrüßt und die überwiegend männlichen Flugbegleiter verbreiteten gute Stimmung. Schon beim Warten aufs Boarding wurde uns klar, dass unser Reiseziel vor allem von flitternden frisch verheirateten Amerikanern in Beschlag genommen wird. Die ganzen stereotypen Vorurteile über Amerikaner wurden auf diesem Flug wieder einmal voll erfüllt. Allein schon die Tatsache, dass die ganzen jungen Mädels im luftigen Strandkleid und stylischen Flips-Flops auf einen Nachtflug gehen zeigt wenig Lebenserfahrung. Schließlich haben die sich während des Flugs ziemlich gefröstelt nach vielen Decken umgesehen.

Der Flug war sehr angenehm und wir wurden gut umsorgt. Das Essen war lecker und mit Liebe zum Detail versehen. Auch die verwendeten Bestecke und Behälter waren deutlich über dem sonstigen Niveau anderer Fluggesellschaften.

Die Ankunft in Tahiti erfolgte gegen 5:20 Uhr morgens. Der Anflug ging vorbei an den in Wolken verhüllten Inselketten bis hin zum Flughafen in Papeete. Da die Landebahn auf beiden Seiten vom Pazifik begrenzt wurde, hoffte ich einfach auf die Erfahrung des Piloten, der hier hoffentlich öfters startet und landet.

Beim Aussteigen wurde uns klar, dass wir nun der europäischen Herbstkälte enkommen waren. Schon um halb sechs morgens über 25 Grad und eine Luftfeuchtigkeit die alles klamm werden ließ. Dafür war der Empfang im Flughafengebäude sehr freundlich. Eine polynesische Hula-Band spielte auf und eine nette Dame begrüßte uns mit ihrem Tanz zu den fremdländischen Klängen. Kein Vergleich mit dem kühlen Empfang in den USA…

Dann die schöne Überraschung – EU-Bürger können einfach ohne große Einreiseprozedur ins Land gelangen, während die Amerikaner sich in einer langen Schlange einreihen mussten und in dem stickigen Gebäude ohne Klimaanlage auf ihr Visum warten mussten. Endlich hat es ein Land mal verstanden :-)

Der einzige Nachteil für uns ist, dass wir keinen Stempel im Pass bekommen haben und somit diese Reise „offiziell“ nie stattgefunden hat.

Wir holten schnell unsere Koffer vom Band und verließen den Ankunftsbereich um unsere weiteren Tickets vom Reiseveranstalter Tahiti Nui Travel zu erhalten. Die warteten auch schon außerhalb mit unserem Namen auf einer Tafel und empfingen uns recht freundlich mit einer gut duftenden Blumenkette. Dann ging alles ganz schnell. Herzlich Willkommen – hier sind die Voucher für die Hotels – hier die Flugtickets – da drüben bitte wieder einchecken – Schönen Urlaub. Nun gut, das hätte vielleicht etwas herzlicher sein können, da wir für diesen „Service“ im Vorfeld immerhin 20 Euro pro Person bezahlen mussten.

Da die ganzen Amerikaner immer noch bei der Einreise waren, konnten wir ganz gelassen unsere Koffer für den nächsten Flug mit der Air Tahiti einchecken. Unser erstes Urlaubsziel hieß Huahine, eine Insel ca. 40 Flugminuten von Tahit entfernt.