HOMEIslandReykjavikGolden Circle - SelfossKirkjubæjarklausturHöfnHallormsstadhurMyvátnHusavikSauðárkrókurGrundarfjordur (Snæfellsness)BorgarnesAbschluß der ReiseFranz. PolynesienKanadaNeuseelandNorwegenUSAKontakt / ImpressumFotografie
Barnafoss
Hraunfossar
Snaefellsnes
Snaefellsnes
Snaefellsnes
Snaefellsnes
Snaefellsnes
Snaefellsnes
Snaefellsnes
Snaefellsnes
Snaefellsnes
Snaefellsnes
Snaefellsnes
Kirche in Snaefellsnes
Kirche in Snaefellsnes

10. Tag: Grundafjordur nach Borgarnes

Von Grundafjordur aus starteten wir die Umrandung der Snæfellsness Halbinsel und erhofften uns einen Blick auf den Gletscher Snæfellsjökull, der sich aber den ganzen Tag in dichten Wolken versteckte. Dementsprechend verlief die Fahrt ohne große Höhepunkte und mit den üblichen kurzen Stopps für nette Küstenabschnitte, Felsen oder Leuchttürme. Bereits gegen 15 Uhr trafen wir am nächsten Übernachtungspunkt ein, der nur noch 70km nördlich von Reykjavik lag. Für den nächsten Tag standen noch zwei Wasserfälle auf dem Programm, die von ihrer Art ganz anders sein sollten als die bisherigen. Da sie nur etwa 1 Stunde entfernt waren beschlossen wir, diesen Punkt am gleiche Tag noch zu erledigen anstelle den halben Nachmittag im Gasthaus zu verbringen. Die Wasserfälle waren wirklich sehr schön und anders. Beim Hraunfossar tritt auf einer Länge von 700 Metern Wasser aus einer Lavaschicht aus, die dann über die gesamte Breite in einen Fluss hinab fällt. Der benachbarte Barnafoss ist eigentlich kein Wasserfall im klassischen Sinn. Hier werden die Wassermassen mit einer sehr hohen Geschwindigkeit durch eine enge Stelle in der Schlucht gedrückt, wodurch starke Stromschnellen entstehen. Ein interessanter Anblick und im Sommer sicher ein Touristenmagnet, den wir befanden sich sogar Verkaufsstände und Toiletten.

Wir fuhren zurück zu unserem Gästehaus, das wir schon vorher einmal passiert haben. Dort angekommen waren wir wieder einmal das einzige Auto auf dem Hof. Aber etwas war anders. Alle Lichter waren dunkel und niemand war zu finden. Wir gingen hinein ins Haus, die Tür war offen. Direkt hinter der Türe fanden wir einen Stuhl mit zwei Zetteln und einem Telefon. Es war ein Brief unserer Gastwirte. Es tat ihnen leid dass sie uns nicht begrüßen können, aber sie hatten dringen Termine. Weiter stand in dem Brief, dass wir nicht hier übernachten sollten, sondern es war die Anfahrtsbeschreibung zu einem anderen Gästehaus. Es war wie eine Schnitzeljagd...

Also folgten wir der Wegbeschreibung zum alten Postmans House. Das fanden wir auch recht schnell, da es nur auf der anderen Straßenseite lag und auch den Gastwirten gehörte. Als wir dort ankamen waren wir wieder alleine. Wir folgten dem Brief der sagte, dass unser Zimmer der Green Room im Erdgeschoss wäre. Es war ein Wohnhaus und kein klassisches Gästehaus. Es gab eine kleine Küche, ein Wohnzimmer und mehrere Schlafzimmer. Auf dem Küchentisch lag eine Notiz, allerdings nicht für uns. Sie sprach 2 "Girls" an, die wohl ebenfalls ankamen und nicht persönlich begrüßt wurden. Sie sollten sich Kekse nehmen und es sich gemütlich machen. Es waren aber keine "Girls" zu finden, sonden wir waren alleine. Kurz zuvor haben wir zwei Mädels gesehen, die in der Nähe mit Islandpferden unterwegs waren. Wir dachten beide sofort dass die das waren und später dann kommen würden. Nici freute sich auf die Pferde und ich mich auf die Mädels.

Wir haben es uns dann im Wohnzimmer gemütlich gemacht und die Geschichte des Hauses in einem Bilderbuch angeschaut. Es wurde komplett restauriert und von einer anderen Stelle hierher umgezogen, da es sehr erhaltenswürdig war.

Irgendwann kann dann die Hausdame und begrüßte uns doch noch. Es war nettes Mädel so Mitte 20, die sich um die Gästehäuser kümmert. Sie war zwar sehr nett und aufgeschlossen, blieb jedoch nicht lange. Kurz darauf fuhr dann ein Auto in den Hof und die zwei „Girls“ kamen ins Haus. Es handelte sich nicht um die erwartenden Studentinnen, die ihre Reiterferien hier verbrachten, sondern zwei Holländerinnen, die ihre besten Jahre schon eine ganze Weile hinter sich hatten. Aber eine davon war sehr gesprächig und setzte sich noch zu uns ins Wohnzimmer. Sie waren genauso überrascht wie wir, denn ihnen wurde gesagt, dass sie die einzigen Gäste waren. Sie ahnten schon böses, als sie im Haus Licht gesehen haben. Aber es waren doch nur wir...