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Montag, 29.9.14

Nachdem wir ausgeschlafen und mit Blick aufs Wasser gefrühstückt haben, sind wir nach Downtown Kelowna gefahren. Wir waren erstaunt über die vielen Einkaufsmöglichkeiten und die Weitläufigkeit hier, immerhin ist Kelowna mit „nur“ 120.000 Einwohnern nicht so riesig. Wir informierten uns im Visitor Center über die Sehenswürdigkeiten von Kelowna und Umgebung. Wir besuchten ein wunderschön angelegtes Weingut „Quails Gate“. Neben einer kleinen Verkostung und dem Kauf einer Flasche Riesling haben wir noch ein paar schöne Bilder von den Weinbergen und dem Okanagan Lake gemacht. Dann fuhren wir direkt weiter nach Pentincton, einer kleinen Stadt weiter südlich, die in unserem Reiseführer hoch gelobt wird und die aus der Eingeborenensprache übersetzt heißt „ein Ort, an dem man für immer bleiben möchte“.

Kurz gesagt: Wir waren enttäuscht! Der Ort liegt zwar direkt am See und hat auch einige Winzereien, die ihr Grundstück schön herrichten, sonst findet man hier aber nicht so das Idyll, wie wir uns erhofft hatten. Das Personal im Visitor Center war ausgesprochen hilfsbereit. Sie telefonierten sehr engagiert alle Campingplätze ab, ob sie eine Feuerstelle und Platz für einen großen Camper haben, gaben uns gute Tipps für Winzereien und wo wir dumpen können. Wir besuchten auch hier noch eine Winzerei „la Frenz“ und liefen ein Stück des örtlichen Rotary Trails, auf dem die Stadtgeschichte auf zahlreichen Schildern beschrieben wird.  Da das Wetter zu unseren Ungunsten umschlug und wir das erhoffte Landidyll vermissten, beschlossen wir, den Tag nicht zu vertrödeln, sondern weiter zu fahren, damit wir am nächsten Tag nicht so eine lange Strecke vor uns haben. Sobald wir an unserem Camper angekommen waren, fing es an zu regnen! Mal wieder richtig entschieden!

Wir fuhren bis zum Manning Park, der wirklich schön ist und in dem es scheinbar ziemlich viele Bären geben muss. Zumindest lassen zahlreiche Warnhinweisschilder darauf vermuten. Zum Übernachten steuerten wir den Lightning Lake Campinglatz an. Es ist ein ganz einfacher Campingplatz, aber sehr schön! Er liegt mitten im Wald, jeder hat einen eigenen großzügigen Platz, der von Bäumen umgeben ist und eine Feuerstelle. Wir freuten uns auf unseren letzten Grillabend mit richtigem Lagerfeuer und Angusburgern. Leider wurde das Wetter immer schlechter und bis das Lagerfeuer betriebsbereit war hat es richtig zu regnen begonnen. Dabei war mein feuer heute so richtig schön! Leider kann man gegen das Wetter immer noch nichts ausrichten.  Also stand ich mit Regenjacke uns Mütze draußen bis das Fleisch durch war und gegessen wurde im schnuckelig warmen Womo. Mein Feuer brannte trotz Regen tapfer weiter. Wir verbrachten einen gemütlichen ruhigen Abend auf der Couch, genossen ruhige Musik und den Blick aufs Feuer, in das ich immer wieder mein gehacktes Holz nachlegte – der volle Kofferraum mit gutem und nicht ganz so gutem (v.a. Pacific Rim Holz) musste ja leer sein, bevor wir in Vancouver waren. Da gingen nun also die letzten Mitbringsel aus den diversen Nationalparks in Rauch auf. Die Ruhe tat uns gut, um die Eindrücke der letzten drei Wochen sacken zu lassen.