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27.2.10 - Reisetag Richtung Abel Tasman Nationalpark

Die Fahrt von Westport an den Abel Tasman Nationalpark, der ganz an der Nordspitze der Insel liegt dauert aufgrund der Straßenverhältnisse lang. Man windet sich wie immer über kleine Straßen den Berg hinauf und wieder hinab. Viel zu berichten gibt es von dieser Strecke daher auch nicht, da es sich nicht Wesentlich von den bisherigen Erzählungen unterscheiden würde. Es gab lediglich zwei Stopps, den ersten gleich nach ca. 40 Minuten bei der Buller Swing Bridge, der angeblich längsten frei schwingenden Hängebrücke Neuseelands, die über den Buller-River führt. Wer dort drüber laufen will muss zahlen, wer daneben wie Superman an einem Drahtseil fliegen will muss noch viel mehr zahlen. Also haben wir uns für das Laufen entschieden und haben die Brücke zu Fuß überquert. Besonders aufregend war das nicht und wir haben dies eigentlich auch nur gemacht weil sonst nichts mehr für diesen Tag auf dem Programm stand. Einzig die Sandfliegen waren hier besonders aktiv und wir haben uns mehrfach mit Autan einsprühen müssen um nicht komplett aufgefressen zu werden.

Der zweite Stopp erfolgte dann in Murchison, einem Kaff wo auch nicht mehr viel los war, aber immerhin gab es einen Supermarkt wo wir uns mit frischen Getränken versorgt haben. Auf dem Parkplatz stand direkt neben uns ein Auto mit drei recht ansehnlichen jungen Damen (wo Nici überhaupt nicht fand dass die hübsch waren, aber naja….) von denen eine sich direkt vor mir umgezogen hat. Hat sie scheinbar nicht gestört dass sie plötzlich in Unterwäsche vor mir stand – mich übrigens auch nicht. In deren Auto hat es ausgesehen, als ob sie darin leben würden.

Nach einer längeren Diskussion wurde dann entschieden, dass wir für die Nacht ein Motel in Motueka suchen werden, was zwischen der Golden Bay und dem Abel Tasman liegt. Die Anzeigen im Traveller’s Guide versprachen viel, v.a. hohe Preise. Dort liegen die schönsten Strände der Südinsel und dementsprechend teuer sind die Motels auch. Wir haben dann bei einer kleinen, etwas lieblosen Anzeige angerufen, die Zimmer ab 50 NZD versprach. Wir haben dann eins für 75 NZD reserviert und haben dabei aber das schlimmste befürchtet (mit Schlappen duschen, auf eigenem Handtuch schlafen, etc.). Umso überraschter waren wir dann, als wir das Zimmer sahen. Relativ sauber und groß – darin konnte man es aushalten. Darum haben wir auch gleich für eine zweite Nacht verlängert, die wir sowieso in Region verbringen wollten um zu baden. Der Zimmerpreis war unschlagbar günstig. Nach dem Check-In gings zum Kaiteriteri Beach, dem Top 5 unter den Stränden in Neuseeland. Ein langer, weiß-gelber Sandstrand in einer geschützten Bucht. Dort haben wir den Nachmittag verbracht.

Ein gepflegtes Abendessen gab es dann bei McDonald’s mit zwei Quarterpoundern und zwei großen Pommes, aber nur ein Getränk (free refill – da kauft man doch keine zwei!).


28.2.10 – Abel Tasman Nationalpark

Um in den Nationalpark zu kommen muss man ein Wassertaxi nehmen, da es keine Straßen dort gibt. Die Taxis werden zu verschiedenen Haltestationen im Park angeboten. Da wir eine Strecke im Park laufen wollten haben wir zwei verschiedene Stationen gebucht. Das Wassertaxi wurde an Land beladen und dann von einem Traktor über die Straße bis hin zum Meer gezogen. Dort wurden wir dann ins Wasser gelassen und sind ca. 30 Minuten bis zum ersten Halt gefahren. Dort begann der Treck der uns in ca. 2-3 Stunden zum anderen Anlegepunkt bringen sollte. Da in dem Park nichts vorhanden ist, wurde einfach am Strand durchs Wasser aus- und später wieder eingestiegen.

Wir sind an einem langen Sandstrand angekommen, an dem außer ein paar Möwen und Kajakfahrern die gerade am Aufbrechen waren niemand war. Die anderen von unserem Boot haben sich sofort auf die Wanderung gemacht und wir haben erst eine Stunde einsam am Strand verbracht – besser könnte das auch im TUI-Katalog nicht abgebildet werden. Wir haben das letzte Boot um 4 Uhr gebucht, sodass wir den ganzen Tag Zeit hatten und uns alles einteilen konnten wie wir wollten. Die einsame Strandzunge mussten wir uns nur mit zwei Möwen teilen, die sich immer wieder gegenseitig angeschrieen haben, dann sich zusammengetan und uns angeschrieen haben. Wir sind dann einmal um die Landzunge spazieren gegangen und als wir zurückkamen (waren nur ein paar Minuten) hatte eine der Möwe auf unser Handtuch gekackt. Eine klare Botschaft – haut ab…

Also haben wir dann unser Zeug gepackt (nachdem Nici das Handtuch versucht hat zu waschen) und sind auf den Treck gegangen. Der führte uns zu malerischen Buchten und einsamen Strandplätzen, die von niemand belegt wurden. Zu einer besonderen Bucht sind wir dann hinab gestiegen. Es ging einen steilen und steinigen Pfad, der nicht wirklich gebahnt sondern eher Naturbelassen war tief hinunter. Der Abstieg dauerte ca. 10 Minuten aber mir war schon klar, dass der Aufstieg nachher nicht ganz so einfach werden würde. Zum Glück hat Nici den Rucksack getragen. Unten angekommen dann eine Überraschung: um zu diesem Strand zu kommen müssten wir jetzt weiter schwimmen. Eine breite Strömung trennte unseren Wald von der sandigen Küste und somit war hier Schluss für uns. Ich hab mir überlegt ob ich Nici zur Strafe einfach ins Wasser werf, habs dann aber nicht getan sondern bin etwas mürrisch den steilen Hang wieder hinauf (hatte auch nur 25°).

Der Weg führte dann irgendwann mehr durch das Landesinnere und weg von der Bucht und wir sind stundenlang durch den Urwald gelaufen. Begleitet von interessanten Vogelgesängen und tausenden Grillen haben wir an einem kleinen Flüsschen dann unser Mittagessen eingenommen – Dosenfisch und Salamibrötchen ohne Butter.

Um zu unserem Endpunkt zu gelangen mussten wir auf die Ebbe warten, da sonst der Weg nicht passierbar war. Als das Wasser sich dann zurückgezogen hatte (ging rasend schnell) war der Weg frei und wir konnten unseren Spaziergang fortsetzen. Es ging jetzt über sumpfiges Gebiet, dass von tausenden Muscheln übersäht war. Teilweise ging es gut, auf anderen Teilen war der Boden so hart dass man kaum laufen konnte vor Schmerzen. Ein Stück mussten wir über Steine laufen die ziemlich scharf waren – Nici hat geflucht wie die Möwe morgens auf ihrem Strand. Aber die Strapazen haben sich gelohnt, denn auf der Strecke hat sie dann eine wunderschöne große rote Muschel gefunden, wie man sie nur aus Bildern und Souvenirshops kennt. So groß wie eine Hand und komplett erhalten. Sieht wirklich toll aus.

An unserem Endpunkt angekommen waren wir ca. 2 Stunden zu früh, was wir auch so geplant haben. Denn der Endpunkt war ebenfalls wieder an ein toller Strand an dem wir noch etwas baden wollten. In einer kleinen Bucht haben wir uns dann niedergelassen, abseits von den wenigen anderen die auch auf ein Schiff gewartet haben. Es gab dort einen ganz weißen feinen Sand, der fast schon wie Mehl war. Das Wasser war kristallklar und relativ warm, vereinzelt sind ein paar kleinere Fische umher geschwommen. Nach etwa 2 Stunden baden kam dann unser Schiff und wir sind zurück zum Hafen gefahren worden. Es war nun 5 Uhr und wir waren beide müde und hungrig. Also sind wir einer Empfehlung vom Lonely Planet gefolgt und sind in das 50 Minuten entfernte Takata gefahren, um dort die besten Pommes zu essen. Leider gabs den Laden nicht mehr und so mussten wir enttäuscht etwas anderes suchen. Im ganzen Ort war scheinbar nur ein einziger Laden geöffnet (es war Sonntagabend) und dort gab es Fish&Chips, Burger und Pizza. Nachdem ich die Burger auf dem Grill gesehen habe wollte ich so einen haben. Nici hat sich angeschlossen und wir haben die besten Burger seit Queenstown gegessen. Richtiges geröstetes Brot, saftiges dickes Fleisch, oben drauf frittierte Zwiebelringe und Käse – eine Monsterpackung. Hat sich der Abend doch noch gelohnt. Im Supermarkt haben wir uns dann noch eine Packung Almonds mit Schokoüberzug für die Heimfahrt gegönnt. Ein gelungener Abschluss eines perfekten Tages.