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16.2. - Ankunft in Christchurch

Planmäßig am Dienstagnachmittag um 15.00 Uhr Ortszeit landeten wir in Christchurch, der größten Stadt der Südinsel. Nach der Einreiseprozedur, bei der wir unsere Schuhe und Wandersachen einer Inspektion unterziehen lassen mussten (damit wir keine Schädlinge einführen) wurden wir von der Mietwagenfirma abgeholt und ins Büro gebracht. Dort haben wir unseren Toyota übernommen – die letzte Schrabbelkiste. Das Glück das wir in Los Angeles mit unserem Mietwagen hatten war hier genau ins Gegenteil geschlagen. Aber er fährt, alle Koffer passen rein und die Klimaanlage tut auch. Auch wenn wir Sie nicht brauchen, denn es hat gerade mal 18 Grad und – Regen!

Dann die nächste Herausforderung: Linksverkehr – keine Ahnung warum, aber die Neuseeländer fahren auf der falschen Seite. Alle Versuche meinerseits auf der rechten Spur zu fahren und den anderen die richtige Seite aufzudrängen wurde mit Hupen und Lichthupe der entgegenkommenden Fahrzeuge missverstanden. So habe halt ich mich angepasst.

Auf ging’s zum vorgebuchten Hotel „Carlton Mills Lodge“ in Christchurch. Dank einem Navi auf dem Handy haben wir das wunderbar und ohne uns einmal zu verfahren direkt gefunden.

Das Hotel war sauber und gepflegt, wenn auch schon ein paar Jahre alt. Aber war ok und billig. Gerade mal 75 NZ$ = ca. 40 Euro die Nacht für zwei Personen. Da kann man nicht meckern. Parken war auch kostenlos und die Innenstadt zu Fuß in ca. 20 Minuten erreichbar. An dem Tag ging nicht mehr viel und wir sind früh ins Bett.


17.2. - Christchurch

Der zweite Tag in Christchurch begann mit einem leckeren Frühstück aus Muffins, Orangensaft und Pepsi. Alles am Vortag eingekauft und einen Vorrat angelegt für die kommenden Tage. Danach ging es zum Stadtspaziergang wie im Lonely Planet empfohlen. Der führte uns zu allen Sehenswürdigkeiten und durch den Botanischen Garten. Dort gab’s eine Vielzahl von für uns exotischen Pflanzen, die dort aber alle wuchern wie Unkraut. Besonders beeindruckend fand Nici die Hortensien, die größer waren als sie selbst.

Am Nachmittag fuhren wir mit dem Auto auf die Bank’s Peninsula, eine Halbinsel vor Christchurch. Das Wetter wurde leider zunehmend schlechter, sodass wir von der Panoramafahrt über die Berge leider nichts mitbekommen haben. Am höchsten Punkt im dichten Nebel stand plötzlich ein Auto auf unserer Straßenseite mit Warnblinker an. Daneben nochmals eins. Eine Frau kam aufgeregt zu uns ans Fenster und hat gefragt ob wir ein Messer dabei hätten. Sie musste einen Reifen wechseln, konnte aber die Radkappe nicht entfernen da bei dem Mietwagen diese mit einem Kabelbinder befestigt war. Natürlich hatten wir kein Messer dabei. Daneben stand ein chinesisches Paar das gar nichts verstanden, dafür aber fleißig Fotos von uns gemacht hat. Die Frau war alleine, das Wetter hundsmiserabel, Regen und starker Wind. Also haben wir angehalten und versucht etwas zu helfen. Kurz darauf haben wir von einem weiteren angehaltenen PKW dann ein Messer erhalten.

Die Dame hat nun versucht die Schrauben falsch herum aufzudrehen. Ihr Kommentar war, dass in Neuseeland alles andersrum geht, daher die Schrauben vielleicht auch….

Recht schnell habe ich gemerkt, dass sie genau wusste was sie tut (vielleicht mit Ausnahme der Schraube-Sache) und eigentlich keine Hilfe benötigt. Auf meine Nachfrage hin hat sie gemeint, sie wüsste wie man einen Reifen wechselt, aber kann den Kabelbinder halt nicht durchbeißen – immerhin sei sie bei der US Army in Hawai stationiert. Die hätte mich glatt in Stücke zerrissen wenn’s drauf angekommen wäre. Da wurde mir auch klar, warum die in ihren Hotpants nicht gefroren hat, ich dagegen in meinem Pulli, Jacke und Jeans schon.

Reifen gewechselt, alle glücklich, Chinesen haben immer noch Fotos gemacht.

Abends haben wir in Christchurch dann einen Laden auf der Oxford Terrace entdeckt, in den ich unbedingt rein wollte. War so eine Art Mischung aus Steakhouse und Mexikaner. Ich habe mich für ein 300g Sirloin Steak entschieden, serviert mit Pommes und Salat auf einer Barbeque Sauce. Ein Gedicht – so macht der Urlaub Spaß.

Anschließend haben wir den Wetterbericht gecheckt und festgestellt, dass es die kommenden Tage nur noch regnen soll. Da wir die Stimmung echt gut….

So haben wir unsere Pläne etwas umgeworfen und sind am nächsten Tag weitergefahren nach Dunedin, weiter südlich auf der Südinsel