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7.3.10 - Rotorua / Coromandel Peninsula

Im Besuch der Maori-Veranstaltung gestern Abend war auch noch ein kostenloser Eintritt in Hells Gate enthalten, einem Park mit lautern kochenden und Dampfenden Seen die von thermischer Energie aufgeheizt werden. Das ganze Gebiet ist vulkanisch und daher brodelt und stinkt es an allen Ecken in Rotorua nach Schwefel. Eigentlich kein schöner Ort um dort zu leben. Das Hells Gate sollte ca. 1 Stunde in Anspruch nehmen und so haben wir uns gegen 9 Uhr morgens auf den Weg gemacht und waren dann auch gegen halb 10 dort. Wir waren die ersten Besucher des Tages und hatten so den Park praktisch für uns allein.

Eigentlich ist das Thema ja interessant, aber irgendwie sieht jeder kochende See auch wieder gleich aus, auch wenn sie alle andere Namen und Geschichten haben. Wir haben eine deutsche Erklärung der einzelnen Seen erhalten, die allerdings auch nur wenig aufschlussreich waren. Im Prinzip hatte ich das Gefühl, dass hier halt eine Geschichte erzählt wird nur um etwas zu erzählen. Aber einige Blubberseen waren tatsächlich recht interessant. An einer Stelle wird Schlamm in die Luft geschleudert, teilweise sogar 3-4 Meter hoch (sagt zumindest die Schautafel). Bei uns war es immerhin ca. 1 Meter was aber auch schon recht beeindruckend war. Überall hat es aus der Erde geraucht und die ganze Anlage war mit einem gelben Schwefel-Belag überdeckt. So hat es auch ganz ordentlich gestunken und teilweise wurde es einem sogar etwas Übel von den ganzen Dämpfen. Aber der Besuch war recht nett.

Weiter ging es dann Richtung Norden auf die Coromandel Peninsula über die Bay of Plenty, die einige recht schöne Strände hat. Um dorthin zu kommen fährt man durch „Kiwi-Country“, eine Gegend in der die Kiwi angepflanzt wird. Man fährt durch riesige Kiwi-Felder die alle voll mit Früchten waren. An einer Plantage haben wir gestoppt um uns die Pflanzen mal näher anzusehen. Die wachsen alle recht dicht aufeinander und bilden wie eine Art Dach. Darunter wachsen dann die Kiwi-Früchte.

Einen Stopp haben wir dann auch in Tauranga gemacht, wo wir sehr schöne Muscheln am Strand gefunden haben. Dort haben wir dann in einem Strandladen eine Plastikschaufel und einen Eimer gekauft, das wir am Hot Water Beach noch brauchen sollten.

Weiter ging die Fahrt Richtung Norden wo wir gegen 15 Uhr in unserem Motel eingecheckt haben. Endlich mal ein Motel, dass nicht nur innen sondern auch außen einen gepflegten und sauberen Eindruck macht. Die Zimmer sind überschaubar aber sauber und modern, im Bad sieht man richtig dass geputzt wird. Der Inhaber Paul ist ein echter Kumpel-Typ und hat uns gleich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gezeigt – einen Aussichtspunkt und einen Pub. Schnell die Badesachen angezogen und auf zur Cathedral Cove – einem Natursteinbogen der nur bei Ebbe besichtigt werden kann. Hier haben die Wassermassen waren wunder vollbracht und einen Steinhang komplett ausgehöhlt sodass man durchgehen kann. Hier wurde mal wieder der Unterschied zur USA klar – dort fährt man direkt zur Sehenswürdigkeit. In NZ muss man immer mindestens 30 Minuten vom Parkplatz aus hinlaufen um was zu sehen. So auch hier.

Anschließend sind wir zum Hot Water Beach gefahren, einem Strand wo unterirdisch heiße Strömungen nach oben kommen. Bei Ebbe kann man auf dem heißen Boden laufen und sich einen kleinen Pool graben, der dann mit warmem bis heißem Wasser gefüllt ist. Jetzt kommt auch unsere Plastikschaufel zum Einsatz, die wir zuvor gekauft hatten. Alle anderen hatten große Metallschaufeln dabei und wir haben ausgesehen wie ein Kinderausflug mit Schäufelchen und Eimerchen. Aber wir haben tapfer unser Loch gegraben. Durch die Starke Brandung wurde aber alle Anstrengung zur Nichte gemacht und die gegrabenen Löcher immer wieder zugespült. Trotzdem hat man deutlich die heißen Ströme gemerkt und ich habe mir ein paar mal kräftig den Hintern verbrannt.

Zum Abendessen sind wir dann dem Tip von Paul gefolgt, der uns in den Pub im Ort geschickt hat. Der war aber komplett leer und so wollten wir auch nicht rein. Wir haben dann beim nächsten Restaurant die Karte angeschaut als ein Kellner angefangen hat alle Schilder weg zu räumen. Auf meine Nachfrage bestätigte er dass sie jetzt schließen. Dabei war es erst 20.30 Uhr. Also sind wir doch zum Pub gegangen und haben gefragt ob die Küche noch offen hat, was uns verneint wurde… Es war ja auch nichts los. Die Köchin kam dann raus und hat gemeint sie hätte jetzt alles ausgemacht und sie kann uns höchstens noch ein Steak braten etwas Brot dazu. Das haben wir dann angenommen. Die Köchin kommt aus Thüringen und ist seit 10 Jahre in Neuseeland. Sie hat uns dann ein sehr leckeres Steak Medium gebraten und einen netten Burger mit getoastetem Vollkornbrot, etwas Salat und Tomate gemacht das total lecker schmeckte. Dazu hatten wir zwei Cola und das ganze zum Preis von gerade mal 25 NZD. Hier würden wir gerne nochmals hingehen, aber leider bleiben wir hier ja nur eine Nacht. Den Nachtisch in Form einer Tüte Chips gabs dann im Hotel.