HOMEIslandFranz. PolynesienKanadaNeuseelandSydney (Stop-Over)ChristchurchDunedin - Otago HalbinselMount CookWanaka - QueenstownDoubtful SoundMilford SoundWestküsteAbel Tasman NationalparkWellingtonNapier / Hawke's BayTaupoTongariro NationalparkRotoruaCoromandel PeninsulaNorthlandAucklandNorwegenUSAKontakt / ImpressumFotografie

Northland

9.3.10 Northland

Der Morgen begann wie fast jeder Morgen mit einer ungemütlichen Weckaktion durch Nici und wie immer war ich nicht sehr erfreut das gemütliche Bett zu verlassen. Wir haben es dann aber trotzdem getan und sind weiter der Nase nach Richtung Norden gefahren. Wir haben uns dazu entschieden auf der Westseite von Northland hinauf und auf der Ostseite wieder herunter zu fahren. Hier gibt es nochmals einen Kauri-Park wie schon auf der Coromandel, jedoch um einiges größer und eindrucksvoller. Die Strasse führt in diesem Abschnitt wieder durch einen dichten Urwald aus Farnen, Palmen, Kauribäumen und sonstigem grünen Untergehölz. In diesem Wald gibt es auch wieder Wanderpfade. Jetzt wurden wir auch zum ersten Mal damit konfrontiert, dass es in NZ auch dunkle Gestalten geben soll. Ein Parkplatz zu einem Pfad ist nämlich bewacht und muss bezahlt werden. Hier wurden in der Vergangenheit wohl viele Touristenautos geknackt – mitten im Urwald. Jetzt sitzt hier den ganzen Tag ein Maori, der vom Department of Conservation damit beauftragt wurde auf die Autos aufzupassen. Dafür bekommt er von jedem Parker 2 NZD. Eine gute Investition. Übernachtet haben wir an diesem Tag in einem Ort Namens AHIIIIII – ein kleiner Ort an dem der „90 Miles Beach“ beginnt und sich dann weiter nach Norden durchschlängelt. Der 90 Miles Beach ist ein Strand der – nein, eben nicht 90 Meilen sondern nur gute 56 km lang ist. Der Name klingt aber so wahrscheinlich einfacher eindrucksvoller. Der Strand wird als offizielle Strasse genutzt und so kann jeder der ein 4WD hat darauf fahren und Blödsinn machen. Es versuchen auch Fahrer ohne 4WD und wird wurden Zeuge dass es tatsächlich nicht funktioniert. Der ist mit einem PKW einfach im tiefen Sand stecken geblieben bevor er den befahrbaren, festeren Teil erreicht hat.Da hieß es aussteigen und alle Mann schieben und buddeln um den PKW wieder frei zu bekommen. Wir sind am Strand auf unseren Handtüchern gelegen und haben uns über so viel Dummheit amüsiert. Unser Motel hatte eine nette Grillstelle wo man darum herum sitzen kann und mangels Alternativen in diesem 50 Seelen Dorf haben wir uns aufgemacht und sind in die nächste Stadt gefahren (ca. 15 Minuten) und haben im Supermarkt Sirloin-Steaks, Salat und Brot gekauft und haben dann zurück im Motel ein leckeres BBQ veranstaltet. Der Duft hat sich schnell verbreitet und auch den Hund einer anderen Bewohnerin angelockt, der sich sehr für unsere Steaks interessiert hat. Leider hatten wir zu viel Hunger um was abzugeben. War auf jeden Fall sehr lecker. Der Abend endete dann mit einem schönen Sonnenuntergang am Strand, der direkt vor der Haustüre lag und viel Sand in den Schuhen.


10.3.10 Cape Reinga

Heute war der nördlichste Punkt Neuseelands unser Ziel. Ganz oben auf der Nordspitze steht ein kleiner Leuchtturm, der seit Anfang des 20. Jahrhunderts den Schiffen den Weg nach Aotearoa weist. Dort hin gibt es nur eine Strasse die man ca. 50 km hin und dann auch wieder zurück fahren muss. Auf dem Hinweg sind wir an einer Schaffarm vorbeigekommen, an der Hunde die Schafe zusammengetrieben haben. Da wir dachten hier geht gleich was los haben wir angehalten und zugeschaut. Dann ging auch was los – nämlich die Määääääähle-Schafe. Die wurden nämlich über die Strasse zu Ihrer Weide getrieben und haben dabei einfach alles umlaufen was ihnen im Weg stand, egal ob Auto oder Nici. Plötzlich waren wir von ca. 200 Schafen mitten auf der Landstrasse umringt. Ein lautes Festspiel. Die Hunde haben die Herde aber perfekt im Griff gehabt und die Schäfer sind eigentlich nur auf ihren Quads hinterhergefahren. Weiter ging es zum Cape Reinga, das wir fast ohne Touristen vorgefunden haben. Es war lediglich ein Bus auf dem Parkplatz, der allerdings zu einer Schulgruppe gehörte die gerade das Feld räumten als wir ankamen. So hatten wir das Glück diesen Ort ganz für uns alleine zu haben. Der Leuchtturm wird inzwischen per Computer aus Wellington ferngesteuert und wird nicht mehr bewohnt. Ein Wegweiser zeigt einem wie weit man eigentlich von allem hier weg ist: London 18.029 km, Südpol nur 6.211 km. Auf dem Weg zurück zum Parkplatz (auch hier musste man wieder einige Minuten laufen und kann eben nicht direkt hinfahren) sind uns dann doch noch einige Touristen entgegen gekommen. Auf dem Parkplatz haben wir dann gesehen, dass jetzt die Busse aus den südlich gelegenen Städten eingetroffen sind, die Tagesausflüge zum Cape anbieten. Da haben wir ja richtig Glück gehabt dass wir einige Zeit vor denen da waren. Wir sind dann weiter nach Süden gefahren, vorbei an vielen Stränden und Buchten bis wir in Russel in der Bay of Islands angekommen waren. Russel war einmal die Hauptstadt von Neuseeland ganz am Anfang als der Vertrag mit den Maoris unterzeichnet wurde. Allerdings gibt es nicht mehr viele historischen Gebäude, bzw. wir haben unsere Zeit nicht damit verbracht diese zu suchen sondern wollten hier noch an den Long Beach um den Abend ausklingen zu lassen. Da hier gegen 19 Uhr schon keine Sonne mehr in der Bucht war sind wir dann wieder einkaufen gegangen um abends in unserem „Russel Motel“ das BBQ von gestern zu wiederholen. Der Hausherr hat uns dann noch eine Tomate aus dem eigenen Garten zum Salat gegeben um etwas Farbe ins Spiel zu bringen. Zum Nachtisch gab es dann Chips und eine Kochsendung im Fernsehen (ja, das gibt’s in NZ auch).


11.3.10- Badetag

Dieser Donnerstag war der letzte richtige Urlaubstag den wir mit Baden verbringen wollten. Also ging es noch etwas weiter nach Süden wo wir unterwegs einen tollen Strand gefunden haben, wo wir einige Zeit in der Sonne gelegen sind und gebadet haben. Das war ein echter Traumstrand, eine Bucht mit kristallklarem Wasser, flach abfallendem sauberem Sandstrand und einer tollen Kulisse rechts und links. Einfach wie im Film. Und das Beste daran – wir waren fast alleine. Um die Mittagszeit sind ein paar Leute gekommen die vermutlich aber nur ihre Mittagspause hier verbringen wollten und recht schnell wieder abgedüst sind. War uns nur recht und so haben wir hier einen schönen Badetag verbracht. Nachmittags haben wir dann zusammengepackt denn wir wollten ganz im Süden von Northland noch zum Paikiri-Beach fahren, der auch vom Lonely Planet empfohlen wird. Dieser liegt in der Nähe von Warkworth wo wir diese Woche ja schon im Bridge House sehr zufrieden übernachtet haben. Also haben wir dort gleich noch eine Nacht gebucht und waren uns dann einer Bleibe sicher. Der Weg zum Strand führt wieder über eine abenteuerliche Holperstraße, die zwar nur 4 km lang sein soll sich dafür aber eng den Berg hinab windet. Unten angekommen war das Wetter nicht mehr so toll dass wir wirklich Lust auf Baden gehabt hätten. Also haben wir das gemacht was wir an jedem Strand getan haben – Muscheln gesammelt. Der Pazifik spült wirklich tolle große Muscheln an. Leider sind die meisten kaputt aber mit etwas Glück findet man auch mal ne Ganze. Hier konnte ich jetzt auch endlich unser harten Baguette an den Mann, bzw. an die Möwen bringen das ich schon seit Tongariro bei uns im Auto liegen hatte. Ich hatte das Baguette in einer Tüte an die Tasche gebunden. Als wir uns zum Muscheln sammeln entfernt hatten kommt doch so ein Möwerich und klaut die gesamte Tüte mit dem Baguette. Es war aber scheinbar etwas schwer und unhandlich und so konnte er nicht hoch und weit wegfliegen als ich ihn über den halben Strand gejagt habe. Irgendwann hat er die Tüte fallenlassen was sofort eine andere Möwe ausgenutzt hat und sich die Tasche greifen wollte. Aber ich war schneller und habe das Brot zurück erobert. Zur Versöhnung gabs dann die ganze Stange für die Möwen und herbeigeeilten Spatzen.

Abends war im Bridge House dann große Party angesagt und ein DJ legte fetzige Rhythmen auf. Dazu gab es für mich ein rießen Steak und für Nici mal wieder irgendwelche Fisch-Nudeln die sehr immer wieder und sehr gerne gegessen hat. So wie ich meine Steaks. Das war ein schöner Ausklang des erholsamen Parts des Urlaubes, denn am morgigen Freitag sollte sich dieser dann ändern.