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4.3.10 - Taupo / Tongariro

Früh morgens wurde ich aus dem Bett geworfen. Wir hatten die Abfahrt auf 9 Uhr geplant, aber schon um 8 stand Nici fertig gerichtet und gepackt mit dem Autoschlüssel in der Hand an meinem Bett und hat darauf gedrängt dass wir losfahren.

Unser Weg führte uns nach Taupo, wo es den größten Süßwassersee Neuseelands gibt. Der See ist aus einem erkalteten Vulkankrater entstanden und angeblich größer als Singapur. Da ich noch nie in Singapur war kann ich das nicht beurteilen ob das stimmt.

An einer Steinklippe sind hier Maori-Zeichnungen zu bewundern, die allerdings nur vom Schiff aus zu sehen sind. So mussten wir also eine Schifffahrt buchen um das zu sehen – ganz schön clever von den Maoris, vermutlich kassieren die im Hintergrund mit. Es gab drei Schiffe zur Auswahl – Ein Schnellboot, ein Dampfschiff und ein Segelschiff – alles kostet gleich (Preisabsprache?). Wir haben uns für das Segelboot entscheiden, da es die romantischste Form der Schifffahrt war. An diesem Wochenende findet in Taupo der Neuseeland IronMan statt, weshalb die Stadt voll war von Athleten, aber wenige Touristen. Gut für uns, denn so war das Schiff nur halb voll gebucht und wir hatten reichlich Platz auf dem Segelboot. Der Skipper war David und ein richtiger Sunny-/Playboy. Viel cooler als andere Segler… Er war so cool drauf, dass er mich sogar sein Boot steuern lassen hat. 

Bei den Schnitzereien angekommen hat uns David erklärt, dass die nicht historisch sondern gerade mal 30 Jahre alt sind und für ein Festival angefertigt wurden. So eine Touristen Verar….. aber der Segeltörn war’s wert.

Die meiste Zeit sind wir an Deck gelegen und haben uns einfach vom Wind über den See treiben lassen und dabei unsere Plauze in die Sonne gestreckt. Sehr erholsam und entspannend. Leider ging die Fahrt viel zu kurz und so mussten wir nach ca. 2.5 Stunden die Weiterfahrt Richtung Tongariro antreten. Vor der Abfahrt haben wir noch in einer alten DC10 bei Mc Donald's gegessen. Die ausgemusterte Maschine hat früher Flüge zwischen Neuseeland und den Südseeinseln absolviert und dient nun als Essensbereich.

Auf der Fahrt habe ich noch an einer richtigen (in den USA würde man sagen) Redneck-Kneipe getankt. Dort gab es neben Angler- und Jägerbedarf auch Sprit für Angler, Jäger (eher hochprozentig) und Autos (eher bleifrei).

Die gebuchte „Howard’s Lodge“ liegt in einem Ort namens National Park und damit direkt im Tongariro NP. Sie ist sehr schön und sauber und wir wurden freundlich vom Hausherrn empfangen. Die Zimmer sind übersichtlich aber ausreichend und v.a. sauber. Die Nacht war daher angenehm, auch wenn sehr warm (die Temperaturen sind hier deutlich höher geworden je weiter wir nach Norden kommen). Zum Abendessen haben wir uns einen frischen Salat gemacht, den wir zuvor im Supermarkt besorgt hatten. War ein echter Vitaminschock nach fast 3 Wochen. Der nächste Tag wird hart – wir machen eine 8 Stunden Wanderung über einen Bergkamm, der so genannte Tongariro Alpine Crossing. Den muss jeder mal gemacht haben, der nach NZ kommt. Also sind wir bald ins Bett gegangen – und das ohne Fleisch…