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21.2 - Wanaka - Queenstown - Te Anau

Der Tag begann früh morgens gegen 7.00 Uhr, als die Nachbarn ihr Zimmer lautstark verließen. Die Nacht war ok und scheinbar hatte ich alle Stechfliegen abends erwischt, die durch die Balkontüre ins Zimmer gekommen waren. Immerhin war es mindestens ein Duzend. Ohne Stiche sind wir dann gegen halb 8 aufgestanden und haben unsere Sachen gepackt. Jedes mal wenn wir eine Nacht in einem Motel sind sieht es aus, als ob wir schon drei Wochen dort hausen würden. Von unserer Internetzeit vom Vorabend waren noch 15 Minuten übrig, die wir dafür genutzt haben um unser nächstes Motel in Te Anau schon zu buchen um dort nicht ohne Zimmer da zu stehen. Anschließend ging es auf direktem Weg zum Supermarkt. Auf dem Weg dorthin sind wir an einem Baumarkt vorbei gekommen und ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen und bin da rein gegangen – rein beruflich versteht sich. Interessant dass die am Sonntag aufhaben. Es waren sogar einige Kunden da um die Zeit. Weiter zum Supermarkt wo wir neben Proviant für die nächsten zwei Tage leckere Schoko-Croissants und Kaba aus dem Tetrapack gekauft haben. Diese haben wir dann genüsslich am See gefrühstückt. Trotz den „Angriffen“ frecher Spatzen (zumindest sehen sie so aus, keine Ahnung was es wirklich für Vögel waren) haben wir unser Frühstück genossen. Nici hat ihr Croissant frei in der Hand gehalten, was ein ganz besonders schlauer Kerl ausgenutzt hat und im Vorbeiflug ein Stück abgebissen hat. Glücklicherweise hatte ich gerade die Kamera in der Hand und hab blitzschnell abgedrückt.

Nach dem Frühstück ging’s dann los in Richtung Fjordlands, wo wir am Montag ein Schiff besteigen und eine zweitägige Fjordrundfahrt machen werden. Der Weg dorthin führt über einen Pass der von hohen teils schroffen Bergen umgeben ist. Eine teilweise sehr unwirkliche Landschaft.

Unterwegs haben wir eine ganze Herde Hirsche entdeckt, die sich mit Tele-Zoom gut fotografieren ließen. Allerdings hatten sie keine Lust sich aus der Nähe anschauen zu lassen.

Versteckt in den Bergen liegt die alte Goldgräberstadt Arrowtown, die im frühen 19. Jahrhundert eines der Goldgräberzentren in NZ war. Die Gebäude sind heute noch teilweise erhalten und werden alle für aktuelles Tagesgeschehen genutzt, z.B. die Post, Bücherei, Bäckerei etc. Zum Frühschoppen am Sonntagmorgen spielte auch eine Mining-Band auf, die in alten Kostümen und Instrumenten fetzige Songs aus der damaligen Zeit spielten.

Auf dem Weg nach Queenstown kommt man auch an der wohl bekanntesten Location für Bungee-Jumper vorbei – der Kawarau-Bridge. Dort stürzen sich ganz Mutige und besonders Reiche (der Sprung kostet immerhin gute 100 Euro) von der Brücke in den darunter durchfließenden Fluß, der hellblau bis türkis schimmert. Ein toller Anblick. Hier haben sich auch die „Herren der Ringe“ in den Drehpausen den besonderen Kick gegönnt (vermutlich haben die aber nichts bezahlen müssen…).

Queenstown ist eine echte Fun- und Actionstadt. Dort wird alles angeboten was Spaß macht und man sich teuer bezahlen lassen kann. Von Speedboot fahren bis Fallschirmspringen ist hier fast alles möglich. Das nutzen nicht nur Touristen, denn auch die Neuseeländer kommen hierher um verrückte Dinge zu machen. Uns war alles zu teuer und außerdem hatten wir auch nicht so viel Zeit. Wir haben den Aufenthalt in Queenstown damit verbracht auf den Hausberg zu fahren (mit der Gondel von Doppelmayr) und anschließend bei Fergburger den wohl besten Hamburger meines Lebens zu essen – ja, tatsächlich sogar besser als bei Jack-In-The-Box (ach wenn der dort nur 1$ gekostet hat). Für gerade mal 15 Euro haben wir zwei Riesen-Burger frisch zubereitet und saftig und dazu eine Tüte mit Pommes so groß für eine ganze Familie bekommen. Die haben wir nicht geschafft. Alles war so frisch und lecker dass ich das mindestens dreimal täglich haben wollte. Es hat auch nicht so ungesund geschmeckt wie Fast-food sondern war eher wie ein Steak. Der Tipp mit dem Burgerladen stammt aus dem Lonely Planet, den man absolut besitzen muss wenn man solche Touren macht. So ziemlich alles da drin ist der heiße Scheiß und muss unbedingt besucht und mitgemacht werden. Die Jungs die das schreiben haben’s echt drauf.

Vollgefressen und schläfrig haben wir dann die Weiterfahrt angetreten in das noch 2,5 Stunden entfernte Te Anau. Auf der Fahrt dorthin haben wir die etwas braune Gegend verlassen und sind dann durch saftige grüße Weiden gefahren, voll mit Schafen und Rindern. Genauso wie man es auch Filmen kennt. Endlich mal ein Stereotypes Bild erfüllt worden.

Kurz vor dem Ziel wurden wir dann von einer Schafherde ausgebremst, die über die Strasse wollten. Hat einige Minuten gedauert bis alle endlich den richtigen Weg gefunden haben.

Ankunft in Te Anau in unserem Fjordland Motel für 80 NZ$ die Nacht. Erster Eindruck sauber und einigermaßen gepflegt. Zimmer sind groß und gut nutzbar. Das Hotel hat ein Hallenbad, das wir eigentlich bei Ankunft nutzen wollten aber daraus wurde natürlich nichts. Gleich bei Ankunft begann das große Koffer-Umpacken für die Schiffsfahrt, da hier nur begrenzt Gepäck mitgenommen werden darf. Also alles für eine Übernachtung raus aus dem Koffer und rein in den Trolley. Am nächsten Morgen geht’s dann zur Einschiffung nach Manapouri.