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Die schönste Küstenstraße der Welt

Mittwoch 4.9.

Der frühe Morgen brachte uns auf den Aussichtpunkt Vagen, hoch über Molde und mit einem tollen Blick auf die vielen Berggipfel, die man in einem klasse Panorama vor sich hat. Das schönste war, dass man den Punkt mit dem Womo anfahren kann und nicht erst lange auf den Gipfel laufen muss, was mir bei meiner immer stärker werdenden Erkältung sehr zu Gute kam.

Ein Tipp von Ines war die Trollkirche zu besuchen, eine kleine Felshöhle in der Nähe von Molde. Die Tollkyrka ist zwar in fast allen Reiseführern erwähnt, leider sind die Anfahrtsbeschreibungen jedoch recht unterschiedlich und keiner führte so recht zum Ziel. Wir haben über eine Stunde den richtigen Weg gesucht und dabei zig-mal umgedreht. Sogar in einem Kieswerk standen wir plötzlich einmal.

Nach einiger Zeit, absoluter Strapazierung der Nerven und völliger Missachtung sämtlicher Wegbeschreibungen aus den Reiseführern ist es uns dann doch noch gelungen, den Wanderparkplatz zu finden. Der Wanderweg führt erst recht eben durch etwas Wald, bevor es dann ziemlich steil nach oben geht. Die Erkältung sitzt mir immer noch ziemlich in den Gliedern, so dass viele schweißgebadete Pausen nötig waren. Den Weg von 1,5h haben wir mit fast einer zusätzlichen Stunde dann aber doch geschafft, auch wenn ich völlig außer Atem war.

Oben angekommen haben wir dann die Trollkirche und einige weitere Höhlen erkundet. Jetzt konnten wir auch endlich unsere neuen Stirnlampen gezielt einsetzen, wo sich der deutliche Preisunterschied der Lampen durchaus bemerkbar machte (sparen lohnt hier nicht!). Die Trollkirche aus weißem Marmor wurde durch einen Wasserfall geschaffen, durch den von oben Licht einfällt wodurch sich eine schöne Stimmung in der Höhle gibt. Auf Bildern sieht es jedoch sehr viel größer aus als es in Wirklichkeit ist.

Als wir dann entspannt vor der Höhle saßen, hat sich eine bunt gemischte Truppe aus Jugendlichen unterschiedlicher Nationen zusammen mit erwachsenen Begleitern den Berg herauf bemüht. Die teilweise Leichtsinnigkeit der Jugendlichen bei der Erkundung der dunklen nassen Höhle (Flip-Flop, keine Lampe, etc) hat uns schon gewundert, v.a. aber dass die Betreuer dies gestattet haben. 

Wir machten uns dann auf den Rückweg wo Julia auf einem glatten Untergrund ausrutschte und sich das Handgelenk verstauchte. Es flossen ein paar Tränen, die aber mit etwas Trösten schnell wieder getrocknet werden konnten. Am Womo angekommen musste ich erst einmal eine Dusche nehmen, da ich von der Anstrengung komplett nassgeschwitzt war.

Unsere Fahrt führte uns dann weiter zum Atlanterhavsveien, der Atlantikstraße zwischen Molde und Kristiansund. Der einzige Aussichtspunkt auf die tolle Atlantikbrücke war wegen Bauarbeiten am Parkplatz leider gesperrt, was ich aber nach so einem langen Weg nicht akzeptieren wollte. Also haben wir unser Womo neben der Straße abgestellt und sind über den Bauzaun geklettert. Ich wollte die Brücke zum Sonnenuntergang fotografieren und davon habe ich mich von einem Bauzaun nicht abhalten lassen wollen. Es klappte auch alles gut und wir haben uns anschließend einen Nachtplatz auf einem großen Parkplatz direkt am Atlantik aufgeschlagen. Dort haben wir einen tollen Abend verbracht und direkt mit Blick aufs Meer unser Abendessen eingenommen. Gegen später sind noch einige Interessante Nachtbilder entstanden. Es geht nichts über schöne Nachtplätze!