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Aurlandsfjellet

Freitag 30.8.

Nach einer recht lauten Nacht begann der Tag mit dem Frühstück im Camper. Die Fahrt auf der E16 brachte uns zum Tvindefossen, einem schönen Wasserfall vor Voss. Unser eigentliches Ziel war jedoch Gudvangen, wo wir mit der Fähre durch den Naeroyfjord bis Flam fahren wollen. Da die Fähre in der Nebensaison nur zu bestimmten Zeiten fährt waren wir nicht ganz so flexibel wie sonst. Daher mussten wir den auf der Strecke liegenden Aussichtspunkt am Stalheim-Hotel leider auslassen und direkt auf der Hauptstraße bleiben.

Bei Ankunft in Gudvangen sahen wir bereits zahlreiche PKW und Busse warten. Dass es hier spezielle Warteschlangen für vorreservierte Tickets gab brachte mich auf die Idee, das Ticket ebenfalls noch vorzubuchen. Leider war dies aufgrund der kurzen Zeit bis zur Abfahrt nicht mehr möglich und so mussten wir einfach hoffen, dass wir noch mit auf die Fähre dürfen. Nach einer kurzen Wartezeit war klar, dass wir auch auf die Fähre dürfen und die ganzen Busse nur die Touristen für die Fähre brachten und um diese dann am Ankunftsort wieder abzuholen. Die Hauptmenge der Touristen war asiatisch und amerikanisch geprägt, die den Unesco-Weltkulturerbe-Fjord vom Schiff aus erleben wollten. Wir sicherten uns einen Platz oben auf dem Deck und trotzten dem Wetter. Dort lernten wir auch ein nettes Paar aus Oldenburg kennen, die eine ähnliche Tour wie wir fuhren, jedoch das ganze etwas gemütlicher angingen. Wir haben uns auf der Überfahrt recht gut unterhalten und genossen den schönen Anblick der steil aus dem Wasser ragenden Felswände um uns herum.

Nach Ankunft in Flam ging es ein paar Kilometer weiter nach Aurland, von wo aus wir auf über die Hochebene Aurlandsfjellet fahren wollten, anstelle durch den längsten Straßentunnel der Welt zu fahren. Aus dem Internet war zu lesen, dass die Straße recht schmal und eng windend sein soll. Wir hatten jedoch mit unserem Womo keinerlei Probleme oder fühlten uns unsicher bei dem Aufstieg auf die Hochebene. Die Fahrt durch das Aurlandsfjellet war sehr abwechslungsreich und auch die Vegetation änderte sich von Meter zu Meter. Für mich als ambitionierten Hobby-Fotografen bot diese Landschaft tolle Motive und so waren mehrere Fotostops an unterschiedlichen Plätzen die Folge.

An einer besonders schönen Stelle war neben einer kleinen Touristeninformationstafel auch ein solarbetriebenes Klohäuschen aufgestellt und wir beschlossen, da es schon später Nachmittag war, unser Nachtlager hier aufzuschlagen. Kurz darauf kamen auch die beiden Oldenburger wieder bei uns an, die wir noch auf der Fähre getroffen hatten. Diese hatten sich aber lieber für die Übernachtung auf einem Campingplatz im Tal entschieden, sodass sie kurz darauf weiterfuhren. Gegen später gesellte sich ein zum Camper umgebauter Transporter neben uns, der ein Reutlinger Kennzeichen hatte. Die beiden kamen fast aus unserer direkten Nachbarschaft und es ergab sich noch ein kurzes Gespräch während ein spanisches Fahrzeug ebenfalls noch an unserem Nachtplatz eintraf. Die hatten jedoch ohne Rücksicht auf andere sich mitten zwischen uns gestellt, jedoch nachdem sie etwas den Unmut darüber bemerkten nochmals umgeparkt. Die Nacht war ruhig und durch das sehr saubere Solarklo neben uns stimmten auch die sanitären Bedingungen.