HOMEIslandFranz. PolynesienKanadaNeuseelandNorwegenFjord & Fjell 2013Kiel - KristiansandKjeragPreikestolenWasserfälle HordalandBergenAurlandsfjelletNigardsbreenAlesundGeirangerfjordMoldeAtlanterhavsveienOsloLofoten 2013Troms-Finnmark 2012USAKontakt / ImpressumFotografie

Bergen

Donnerstag 29.8.

Der Morgen begann mit einem leckeren Frühstück mit Blick auf den Wasserfall, der die ganze Nacht neben uns rauschte. Wie jeden Morgen gab es auch heute wieder frischen leckeren Nespresso, nachdem ich den Stromgenerator auf dem Parkplatz aufgebaut hatte.

Wir verließen den kleinen Parkplatz als die ersten Touristen mit Bussen zum Wasserfall kamen und waren froh, dass wir wieder einmal eine schöne Attraktion alleine genießen konnten.  Der Weg führte uns nun in Richtung Bergen.

Im Internet hatte ich mich bereits über die Möglichkeiten mit einem Wohnmobil informiert und die beste Lösung schien mir ein Zubringerzug zu sein. Also parkten wir in Indre Arna auf einem P+R Parkplatz und lösten ein Zugticket um direkt an den Hauptbahnhof zu gelangen. Die Hin- und Rückfahrt kostete ca. 8 Euro und war damit recht erschwinglich. So hatten wir keinen Stress mit dem Womo und mussten v.a. auch keinen Parkplatz in Bergen bezahlen.

Der Weg vom Bahnhof zum Hafen ist recht kurz und durch die Fußgängerzone auch interessant gestaltet. Es soll zwar auch ein kostenloser Shuttlebus zum Hafen fahren, jedoch zogen wir den Fußweg vor.

Am Hafen angekommen sticht einem sofort das bekannte Panorama mit den bunten Häusern ins Auge. Wir haben uns jedoch erst einmal in der Touristeninformation erkundigt was es hier zu sehen gibt. Dort erhielten wir auch aktuelle Informationen über einen gesperrten Tunnel zwischen Gudvangen und Flam, der jedoch genau ab unserem Reisetag dort wieder geöffnet sein soll. Bei gutem Wetter wollten wir jedoch mit der Gudvangen-Fähre durch den Naeroyfjord fahren, auch hier erhielten wir die entsprechenden Infos.

Die tatsächlichen Attraktionen halten sich in Grenzen. Auch wenn jeder Reiseführer nahezu 3 Tage für Bergen vorschlägt fanden wir jedoch nur die bekannten Hafenstellen sowie den Hausberg Floyen interessant für uns. Bei unserem Weg durch den Hafen wurden wir von einer Menge Touristen begleitet, die mit Kreuzfahrtschiffen ankamen. Die Gegend war schnell erkundet und auch Blick hinter die Häuser brachte zwar schönes und interessantes zum Vorschein, jedoch kein tagesfüllendes Programm. So entschieden wir uns auf den Floyen zu fahren um von dort aus den Überblick über Bergen und den Hafen zu bekommen. Die Bahn ist eine alte Cablecar-Bahn, die teilweise durch Tunnel direkt unter Wohnhäusern fährt. Die kurze Fahrt endet auf der Bergstation von wo aus man einen schönen Blick nach unten hat. Wir hatten nur eine Bergfahrt gebucht, da einige Wanderwege zurück in die Stadt führen. Wir haben uns dazu entschlossen, den Rückweg zu Fuß zu starten, nachdem wir ausgiebig Fotos gemacht hatten. Schön zu sehen war auch das Einlaufen eines Hurtigruten-Schiffs in den Heimathafen Bergen.

Auf dem Weg nach unten kamen uns zahlreiche Jogger entgegen. Die Norweger sind ein recht sportliches Volk und jede freie Minute wird genutzt um sich zu bewegen. Also sind auch hier recht viele v.a. jugendliche Jogger unterwegs gewesen. Der Weg führt hinein in die Stadt und man kommt direkt zwischen den Wohnhäusern heraus, von wo man teilweise noch interessante Blicke über die Dächer von Bergen bekommt.

Mit einem leichten Hungergefühl sind wir zurück in Richtung Fischmarkt am Hafen gelaufen um uns mit einem leckeren Fischbrötchen zu belohnen. Bei den Preisen ist uns jedoch der Appetit gründlich vergangen. Für ein belegtes Brötchen lagen die Preise zwischen 8 und 11 Euro – und damit jenseits unseres Hungerhorizontes. Der Lonely Planet hatte hier jedoch Hilfe für uns und empfahl ein Restaurant Pingvinen, dass sich ein paar Straßen weiter befand. Also haben wir uns dort lieber ein richtiges Essen gegönnt anstatt nur einen Snack zwischendurch. Das Restaurant ist gut besucht und rustikal aber gemütlich eingerichtet. Bestellen muss man am Tresen. Das Essen war ok und die Preise für Norwegen im normalen Rahmen.

Gut gestärkt gingen wir zurück zum Hafen und genehmigten uns von BurgerKing ein Softeis, das wir auf der Hafenpromenade genossen. Mit der einsetzenden Dämmerung wurde das Hafenpanorama jedoch nicht unbedingt attraktiver, da die dichten Wolken nicht für eine schöne Abendstimmung sorgten. Irgendwann wurde uns langweilig und wir fragten uns, was man 3 Tage in der Stadt unternehmen könnte wenn man nicht an Museen interessiert ist. Wir kamen zum Schluß, dass wir keinen weiteren Tag in Bergen benötigen sondern weiterfahren, um wieder auf die Strecke zu kommen.

Nachdem wir mit dem Zug wieder zu unserem Womo kamen, versuchten wir in kleinen Wohngebieten einen Stellplatz für die Nacht zu finden. Durch teilweise recht enge Wege wollten wir einen schönen Platz direkt am Wasser erreichen. Nach einer Stunde vergeblicher Suche brachen wir unser Vorhaben jedoch ab und sind direkt auf die E16 Richtung Voss gefahren. Mitten auf der Strecke fanden wir dann einen kleinen Parkplatz, auf dem wir unser Nachtlager aufschlagen konnten. Wir merkten jedoch noch am Abend dass es einen großen Unterschied macht, ob wir an einer Hauptstraße „E“ oder einer Nebenstraße „RV“ übernachteten. Die LKWs waren doch recht laut die ganze Nacht über.