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Kiel - Kristiansand

Samstag 24.8.

Früh am Morgen sind wir in unserem voll bepackten Kombi los gefahren Richtung Kiel, wo wir unser 6 Meter langes Wohnmobil entgegennahmen. Es gab eine gründliche Einweisung. Schließlich war ein Urlaub mit dem Wohnmobil für uns beide absolutes Neuland. Als wir alle bereits mitgebrachten Lebensmittel, Bettdecken, Kleider, Stromgenerator, Grill und allen möglichen anderen Kram endlich verstaut hatten sind wir noch einmal bei Lidl und Aldi eingefallen um die Frischetheken zu plündern. Nachdem es jetzt schon deutlich später war als geplant (21:00 statt 18:00) beschlossen wir noch schnell was bei McDonalds zu essen und sind dann gefahren bis auch die letzten Kräfte aufgebraucht waren. Die erste Nacht in unserem Womo war von 2:30 bis 7:00 auf einem Autobahnparkplatz. Nicht besonders idyllisch, aber das sollte sich ja zum Glück bald ändern.


Sonntag 25.8.

Nach einer sehr unruhigen Nacht bereiteten wir unser erstes Campingfrühstück zu. Im Gegensatz zu anderen Womourlaubern hatten wir hier allerdings Luxus! Dank unseres Stromgenerators und einer Nespresso Kaffeemaschine kamen wir jeden Morgen in den Genuss eines frischen heißen leckeren Kaffees! Das erste Mal Spülen stellte eine kleine Herausforderung dar. Wohin mit dem Zeug wenn die Waschbeckenabdeckung oben ist und der Herd voll??? Die richtige Technik war schnell gefunden! Wir fuhren das letzte Stück bis Hirtshals und reihten uns in die Warteschlange der Fähre ein. Die Wartezeit nutzten wir um das erste richtige Urlaubsgefühl aufkommen zu lassen, indem wir einen kurzen Spaziergang am Strand machten. Um 10:30 standen dann die ersten Schweißperlen auf meiner Stirn. Wir waren das letzte Fahrzeug, ich sollte rückwärts die Rampe hochfahren und die Lücke in die ich rückwärts einparken soll ist ganz schön klein! Die Fährmitarbeiter haben gut eingewiesen und ich war ganz glücklich und stolz als ich mein Womo sicher und unbeschadet geparkt hatte. Die Fährüberfahrt war ruhig. Wir nutzten die Zeit um unser Schlafdefizit der letzten Nacht in den bequemen Sesseln auszugleichen. Gegen 14 Uhr sind wir dann in Norwegen angekommen. Dann gleich die nächsten Schweißperlen: Zollkontrolle! Wir haben in Deutschland eingekauft als würde es morgen nichts mehr geben um den skandinavischen Preisen zu entgehen… Anspannung aber immer schön lächeln! Und tatsächlich haben wir Glück gehabt. Wir durften durchfahren und das Fahrzeug nach uns wurde raus gezogen! Unser erstes Urlaubsziel war der Leuchtturm von Lindesnes. Es war eine recht lange Fahrt, die sich aber lohnt, denn es war der einzige Leuchtturm, den wir gesehen haben. Leider kostet es Eintritt um zum Leuchtturm zu kommen. Aber wir dachten uns dass es ja eigentlich Schwachsinn ist direkt vor dem Leuchtturm zu stehen. Da kann man ja gar keine Fotos mit Leuchtturm drauf machen. Also sind wir bestens gekleidet (in Badeschlappen) losgestapft und auf den Berg gegenüber des Leuchtturms gekrackselt.  Das Wetter war herrlich und wir haben schon ein paar schöne Bilder im Kasten als wir uns auf die Weiterfahrt über die Hochebene nach Lyseboten machen. Unterwegs haben wir einen deutschen Camper getroffen und mitten auf der Straße angehalten und Infos über die Fähre ausgetauscht. Es scheint ein besonderes Verhältnis unter Campern zu geben… Unser Tagesziel war das Wanderheim am Kjerag. Wir hatten einen wunderbar ebenen Stellplatz mit einer gigantischen Aussicht. Wir richteten uns so langsam häuslich ein  und bereiteten unser erstes richtiges Abendessen zu. Ab diesem Abend wissen wir auch die Vorzüge eines Wohnmobilurlaubs zu schätzen: Stehen bleiben wo es einem gefällt, Campingtisch auspacken und bei herrlicher Landschaft und Ruhe das Abendessen und ein Gläschen Wein genießen. So lässt es sich aushalten! Zugegebenermaßen stand am Wanderparkplatz ein „Camping verboten Schild“, das wir jedoch ohne Konsequenzen großzügig übersehen haben.