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Wanderung auf den Kjerag

Montag 26.8.

Der frühe Vogel fängt den Wurm! Wir frühstückten schon um 7:30 und haben auch gleich noch die Fähre für den nächsten Morgen gebucht, was  aufgrund der schlechten Internetverbindung leider recht viel Zeit in Anspruch nahm. Die nächste Hürde war dann das Parkticket. Das Kassenhäuschen ist erst ab 9 Uhr besetzt und die Zahlung mit Kreditkarte ist nur im Restaurant möglich, und das auch erst am Nachmittag. Letztendlich haben wir einen Zettel in die Scheibe gelegt und haben uns um 9:15 zu unserer ersten Wanderung aufgemacht. Es war mächtig anstrengend! Wir haben drei Anstiege (der dritte war gefühlt mindestens so hoch wie der Mount Everest) und zwei Täler durchwandert. Es boten sich herrliche Anblicke: Seen, Schafe, Blumenwiesen, ferne Gipfel durch die sich der Fjord durchschlängelt. Bis heute sind wir uns nicht sicher ob wir unser Echo gehört haben oder ob die Wildcamper im zweiten Tal auf unseren Jodler geantwortet haben. Nach zwei Stunden haben wir dummerweise den Weg verloren und sind zusätzlich einen riesen Umweg gelaufen. Nach vielen Fotostops haben wir dann irgendwann auch unser Ziel –den Kjeragbolten- erreicht. Der Kjeragbolten ist ein kleiner Felsklumpen, der zwischen zwei steilen Felsenkanten eingeklemmt ist. Unter dem Bollen geht es 300 Meter in die Tiefe in den Fjord. Es sind Wahnsinns Fotos entstanden! Einige Touris hatten da auch interessante Techniken, die für unsere Belustigung sorgten… An diesem Tag war nur ganz wenig los und so konnten wir unser Vesper direkt an der Steilklippe mit Blick in den Fjord zu uns nehmen! Wir konnten uns gar nicht mehr losreißen und verweilten für ca. eine Stunde in diesem Panorama. Als wir uns auf den Rückweg machten sind wir mal wieder nicht den markierten Weg gelaufen (einfach nicht zu belehren). Durch Zufall haben wir dann einen atemberaubenden zweiten Aussichtspunkt entdeckt. Er ist nur ca. zehn Minuten vom Kjeragbolten entfernt bietet aber ein fast noch schöneres Panorama. Der Rückweg hatte es auch nochmal in sich. Das haben Berge und Täler dummerweise so an sich dass man immer wieder hoch muss. Zu allem Überfluss verabschiedete sich bei Julias Wanderschuhen, die jahrelang treue Dienste geleistet haben jetzt auch noch die Sohlen. Schließlich schafften wir es doch noch unbeschadet unten anzukommen und belohnten uns erstmal, indem wir direkt am Wanderparkplatz unsere Campingstühle aufgeklappt haben und Spezi und Schokonüsschen genossen.  Das war herrlich die Füße in den Wind zu strecken und den Leuten beim anstrengenden Abstieg zuzuschauen. Nach einer kurzen Rast haben wir dann unseren nächsten Übernachtungsplatz gesucht. Wir sind über eine kleine Hochebene gefahren und entschieden uns für einen Platz mit Blick aufs Wasser neben einer kleinen Straße, die aber nicht stark befahren ist. Wieder hatten wir einen geraden Untergrund und super Ausblick. Als wir gerade unseren Campingtisch und Grill aufgebaut hatten gesellte sich eine Herde Schafe zu uns. Diese Viecher sind echt rotzfrech und absolut unerschrocken. Schlimmer als ein bettelnder Hund haben die uns fast die Burger vom Teller geklaut! Als hin und wieder doch neidische Blicke aus vorbeifahrenden Campern kamen hatte einer die dumme Idee sich zu uns zu stellen. Den haben wir kurzerhand aus unserem Idyll vertrieben indem wir den Stromgenerator aufgestellt haben. Zwei Fliegen mit einer Klappe: Den neuen Campern war es zu laut und sie verzogen sich und wir konnten die Batterien unserer Kameras aufladen. Wir waren völlig erledigt von der anstrengenden Wanderung und dem Sonnenbrand, den wir uns eingefangen haben. Deswegen sind wir auch direkt in unser Kuschelbettle nachdem wir den schönen Sonnenuntergang noch genossen haben.