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Gletscher Nigardsbreen und Sognefjellet

Samstag 31.8.

Der weitere Weg führte uns wieder von der Aurlandsfjellet hinab ins Tal Richtung Laerdal, wo wir die Fähre zum anderen Fjordufer nahmen. Wir wollten heute weiter bis zum Gletscher Nigardsbreen, wo wir evtl. eine Gletscherwanderung oder andere Aktivitäten unternehmen wollten. Die Fahrt zog sich ziemlich in die Länge, immer entlang am Gletscherfluss der in einer toll türkisfarben in der Sonne schien. Das Wetter selbst war etwas gemischt mit einem Mix aus Sonne und Wolken, aber zumindest kein Regen. Angekommen am Besucherzentrum staunten wir erst mal wieder über die skandinavische Architektur. Das Haus erinnert entweder an einen Wikingerhelm oder an die kleinen Raumschiffe aus Independence Day. Wir haben uns von einem Guide dort über die Möglichkeiten einer Gletscherwanderung informieren lassen, stellten jedoch fest, dass wir 1 Stunde zu spät dran waren um die heutigen Wanderungen mitmachen zu können. Die einzige Möglichkeit bestünde also darin, hier zu übernachten und dies am nächsten Tag in Angriff zu nehmen.

Wir entschieden uns selbst bis zum Gletscher zu laufen, da die Gletscherzunge frei zugängig ist. Man kann entweder eine kleine Mautstraße bis direkt hin fahren oder man nimmt vom Besucherzentrum aus einen markierten Wanderweg. Wir haben uns für letzteres entschieden, da es sich ja schließlich um einen Aktivurlaub handeln sollte. Der Wanderweg ist sehr zum empfehlen und nimmt bis zur Gletscherzunge ca. 1,5 Stunden in Anspruch. Man kommt hier durch unterschiedliche Gebiete und Bodenbeschaffenheiten, sollte jedoch aufpassen den Weg nicht zu verlieren. So ist es uns passiert indem ich eine Markierung des Weges mit einem großen leuchtenden Fliegenpilz verwechselt habe, den ich durch das Dickicht entdecken konnte. Nachdem schönen Fund mussten wir uns allerdings durch dichte Büsche durchschlagen und teilweise auch breite Bäche überwinden, um wieder zur Straße zurück zu finden. Wir sahen es als Abenteuer an. An der Gletscherzunge angekommen machten wir natürlich viele Fotos und missachteten dabei auch die Absperrungen, was den Unmut anderer Touristen auf sich zog als wir plötzlich mitten vor dem Hauptaustritt des Schmelzwassers auftauchten und damit mitten im Bild der anderen Touristen waren. Wir ließen uns davon aber nicht abschrecken, denn es stand ja jedem frei sich zu bewegen wo er wollte.

Kurz bevor wir auf den Rückweg aufbrachen standen plötzlich die beiden Oldenburger wieder vor uns, die wir nun zum dritten Mal auf unserer Reise getroffen hatten.

Nach einer freudigen Begrüßung auf dem Eis folgte dann ein kurzer Erlebnisbericht der letzten Nacht. Während wir frei gecampt hatten zogen es die anderen wieder vor auf einem Campingplatz in Laerdal zu übernachten. Wir beschlossen dass wir die dritte Begegnung mit einem Schnaps im Womo begießen müssten und verabredeten uns dann am Parkplatz des Besucherzentrums. Da wir zu Fuß zurück wollten und bereits einige Zeit am Gletscher verbrachten hatten, machten wir uns auf den Rückweg, diesmal aber auf der Strasse statt durchs Dickicht. Als wir nach ca. 1 Stunde am Parkplatz zurück waren sind wir immer noch nicht vom Oldenburger Womo eingeholt worden, die es vorgezogen haben die Mautstraße zum Gletscher zu fahren als zu laufen. Als wir noch ca. 20 Minuten gewartet haben verging uns die Lust auf einen Schnaps und wir sind weitergefahren in Richtung Norden. 

Pünktlich zur tiefstehenden Sonne am späten Nachmittag erreichten wir das Sognefjellet, eine weitere Hochebene auf der R55 zwischen Graupne und Lom. Durch das fantastische Licht ergaben sich hier jede Menge tolle Fotomotive vom Panorama der schneebedeckten Berggipfel bis zur Wildblume im leuchtenden Abendrot. Wir waren begeistert von der Landschaft und haben daher beschlossen, hier oben einen Platz zum Übernachten zu suchen. Eine gute Gelegenheit bot uns der Rastplatz Mefjellet, der mit einer bekannten Kunstskulptur jede Menge Touristen zum Anhalten bringt. Es war jedoch recht ruhig an dem Tag und so konnten wir ungestört einen schönen Abend verbringen, der gegen später noch recht kalt wurde. Immerhin befinden wir uns hier auch in fast 1400 Meter Höhe, sodass es kein Zufall war dass wir am selben Abend noch in einem kräftigen Schneesturm ziemlich gefroren haben. Zum Glück hatte unser Womo aber eine tolle Standheizung. Durch den Neuschnee und die Wetterlage haben sich weitere tolle Fotomotive aufgetan.