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Landeinwärts Richtung Oslo

Donnerstag 5.9.

Unseren ursprünglichen Plan, unsere Fahrt weiter Richtung Norden nach Trondheim fortzusetzen haben wir über Bord geworfen als wir das allgemeine Norwegenwetter betrachteten. Stattdessen haben wir uns auf den langen Weg Richtung Oslo aufgemacht. Unsere Route führte uns über Molde, Geiranger (zum 3. Mal und diesmal in herrlichem Sonnenschein), wo wir wieder eine „sanitäre Rast“ einlegten. Diesmal im anderen Hotel, welches auch gut, aber nicht ganz so schön war. Wir stellten die Überlegung an den Aussichtspunkt Dalsnibba zu besuchen. Wir informierten uns beim schwer gelangweilten deutschen Kassenhäuschenwärter was es denn zu sehen gäbe und entschlossen uns prompt weiterzufahren und das Geld zu sparen nachdem seine Antwort schlicht und wenig beeindruckt mit „nicht viel“ ausfiel. Unser Weg führte weiter nach Lom, wo eine recht hübsche Stabkirche aus Holz zu besichtigen ist, zum Tvindefossen und schließlich ins Sognefjell, wo wir unser Nachtlager aufschlugen.


Freitag 6.9.

Heute wollten wir nicht so viel Zeit auf der Strecke lassen und direkt über eine Mautstraße eine Abkürzung fahren. Dieser Plan scheiterte leider, da die Weiterfahrt am Zielort gesperrt war. Also sind wir wieder umgedreht und über Laerdal dann direkt weiter nach Oslo, wo wir gegen 17Uhr endlich ankamen. In Oslo entschieden wir uns wieder für ein Bobil, das direkt in der Marina liegt. Man parkt idyllisch direkt am Wasser und zahlt nur stundenweise. Nachdem wir überlegt haben was wir in Oslo alles machen möchten und hin und her gerechnet haben ob sich ein Oslo-Pass für uns lohnt haben wir uns letztlich dafür entschieden und diesen im Hotel Scandic, das nur wenige Meter entfernt ist gekauft. Da es inzwischen schon recht spät war und es mit dem Zug nur zwei Stationen bis ins Osloer Zentrum sind  haben wir uns entschieden den Abend entspannt in Oslo ausklingen zu lassen. Nach einen gemütlichen Stadtrundgang und einem Päuschen vor der wunderschönen Oper suchten wir uns ein gemütliches Plätzchen auf der Acker-Brygge und beobachteten dort das Großstadttreiben. Auf dem Rückweg genehmigten wir unseren erkälteten Kehlen noch einen heißen Tee mit Honig. Da Oslo sehr teuer ist, machten wir einen Abstecher ins Comfort Inn Boersparken Hotel, das eine Lobby mit kostenlosem Tee und Kaffee bereithält. Dies ist zwar nur für Gäste gedacht, aber letztendlich waren wir zum Tee auch so etwas wie Gäste in diesem Hotel. Da unser Honig im Womo bereits zu Neige ging, waren wir so frei und haben das angebrochene Honigglas kurzerhand ausgeliehen. Wir hätten es ein paar Tage später auch wieder zurückgebeacht, aber es war leider dann leer. Der Bobilplatz hatte sich deutlich gefüllt als wir gegen 22Uhr zurück kamen. Dennoch war es eine angenehme und ruhige Nacht.


Samstag 7.9.

Nach einer geruhsamen Nacht wollten wir den Bewegungsfreiraum einer richtigen Dusche genießen und nutzten die volle Zeit laufend Wasser, stellten dabei aber leider die sanitären Anlagen des Bobil unter Wasser… Auf dem Rückweg zum Womo haben wir gleich ein Parkticket für den ganzen Tag gekauft und erst mal ein leckeres Frühstück direkt am Wasser bei herrlichem Sonnenschein und frischen Kaffee genossen. Dann ging es los zu unserer ersten Station –der Skisprungschanze „Holmenkollen“. Da zwei Kreuzfahrtschiffe im Hafen lagen war entsprechend viel los und zu unserem Unmut hat sich dann auch noch eine Gruppe tschechischer Junggesellinnen vorgedrängelt. Auf der Aussichtsplattform gibt es auch eine Seilbahn, an der aufgehängt man sich in die Tiefe stürzen kann. Wäre der Preis mit 590NOK nicht mal wieder skandinavisch hoch gewesen wären wir gerne auch in die Tiefe gesaust. So genossen wir die Aussicht, machten einige Fotos und sind wieder mit dem Aufzug nach unten gefahren. Als nächstes führte unser Weg zur Bibliothek, die in jedem Reiseführer erwähnt wird, für uns aber wenig spektakulär war. Deswegen sind wir direkt weiter zur Festung „Akershus“. Die Broschüren die man am Eingang bekommt sind sehr ausführlich und geben eine gute Übersicht über Geschichte, einstige Bewohner und was in den einzelnen Zimmern geschah. Auch die Anlage um die Burg ist sehr schön und gepflegt. So lud uns eine gemütliche Wiese  eingesäumt von Rosen mit Blick auf die Festung zu einer kleinen Pause ein. Nach der Stärkung mit Cola und Corny machten wir uns mit dem Boot auf den Weg zur Museumsinsel, genauer gesagt zu den Museen  Fram, Kon Tiki (in dem uns eine absolut nervige Mutter verfolgte die ihren 6-8-jährigen Kindern jedes einzelne Schiff und jeden Namen bis ins Detail erklärte) und ins Wikingermuseum. Es war sehr interessant, schön gestaltet und zwischendurch sorgte im Frammuseum eine Kältekammer zur Demonstration der Temperaturverhältnisse auf frühen Polarexpeditionen für eine kleine Abkühlung. Auf der Museumsinsel gibt es einen Busshuttle zurück zum Bootsanleger, wir beschlossen dennoch zurück zu laufen anstatt ein halbe Stunde auf den Bus zu warten. Zurück in Oslo gingen wir zum Palast. Leider war der imposante Vorplatz mit Bauzäunen abgesperrt und wir konnten nur von weitem das klassische Tourifoto machen. Stattdessen suchten wir im Schlossgarten eine Bank im Schatten und beobachteten das rege Treiben und wälzten mal wieder unseren Lonley Planet für ein passendes Restaurant. Wir hatten uns zwei Kandidaten ausgesucht und sind dafür mehrere Kilometer gelaufen. Am Ziel angekommen waren wir dann aber jedesmal so enttäuscht dass wir letztlich zerknirscht und hungrig (die Stimmung war entsprechend) zurück zum Hafen gelaufen sind. Hier haben wir dann in einem netten Restaurant zwei Burger und Cola für unglaubliche 450NOK gegessen. Es war trotzdem ein wunderschöner Ausklang des Tages! Um 23Uhr fuhren wir mit dem Zug zurück zum Bobil und haben damit den Oslopass voll und ganz ausgenutzt. Gerade als wir es uns dann gemütlich gemacht hatten kamen vom Womo nebenan merkwürdige Geräusche… Als wir nachgeschaut haben hat es auch ziemlich verdächtig gewackelt. Wir konnten nicht anders uns haben uns einen Spaß erlaubt indem wir es mit unserer Taschenlampe angeleuchtet haben. Danach war merkwürdigerweise Ruhe….


Sonntag 8.9.

Wieder begann der Tag mit einem schönen Frühstück am Wasser mit Sonnenschein und frischem Kaffee als uns plötzlich eine Norwegerin auf unser Autokennzeichen (PLÖ) ansprach, wo sie scheinbar mal einen schönen Urlaub verbrachte. Sie war sehr nett und gab uns auch noch einige Tipps wo wir baden könnten. Nachdem wir bereits ein neues 3-Stunden Parkticket gekauft hatten wollten wir auch nochmal die sanitären Einrichtungen nutzen um ausgiebig zu duschen. Leider waren die Duschen heute defekt. Also packten wir unseren Campingtisch ein und fuhren los Richtung Süden auf der Suche nach einem schönen Badeplatz. Der Tipp der Norwegerin war vielen Anderen leider auch bereits bekannt und daher völlig überlaufen. Nach ca. einer halben Stunde Fahrt haben wir aber bei Hvalstrand eine schöne Wiese am Oslofjord entdeckt. Das Wetter war total gegensätzlich zu unserem Schneeabend in Sognefjellet. Es hatte angnehme 23°C und strahlenden Sonnenschein, so dass wir sogar das Badehösle ausgepackt haben. Weiter als knietief habe ich mich aber nicht getraut… Es war ein traumhaft entspannter Tag faul am Strand und ein perfekter Ausklang eines sehr eindrucksvollen und wunderschönen Urlaubs. Am späten Nachmittag suchten wir uns wieder einen schönen Nachtplatz. Wir schlugen unser Lager diesmal bei einer kleinen Marina mit Blick auf einen Fjordausläufer und eine Raffinerie auf, wo noch schöne Abendbilder entstanden sind.      


Montag 9.9.

Der letzte Tag begrüßte uns wieder mit Sonnenschein. So entschlossen wir uns zu unserem letzten Campingfrühstück ein Stückchen zurück zum Strand zu fahren. Nach dem Frühstück haben wir dann schon die ersten Sachen zusammengepackt und verstaut. Eine dreistündige Fahrt brachte uns zurück nach Kristiansand, wo unsere Reise auch begann. Gegen 14:30 reihten wir uns in die Fährschlange ein und nutzten die Wartezeit um unsere Reste zu verkochen und zum Mittagessen. Gestärkt mit Berner Würstchen und Gurkensalat haben wir dann noch unser Womo geputzt und bei den Mit wartenden ein wenig für Entertainment gesorgt… Einschiffung war dann gegen 16Uhr. Inzwischen rangierte ich routiniert mein Womo in die engen Lücken.  Mit etwas Wehmut fuhren wir zügig die restliche Strecke bis Plön zurück und verabschiedeten uns mit dem geheimen Kapitänsgruß aus unserem Urlaub.  Die letzte Nacht verbrachten wir in einer kleinen Wegausbuchtung im Wald vor dem Wohnmobilverleih. Als wir früh morgens los wollten um unser Womo abzugeben tat sich ein Problem auf. In der Nacht hatte es geregnet und wir steckten fest! Nach zahlreichen Versuchen und durchdrehenden Rädern schafften wir es nach einer gefühlten Ewigkeit  letztendlich doch ohne Hilfe raus –wenn auch völlig verdreckt und matschig. Die Rückgabe des Womos verlief einwandfrei. Auch die Schadenabwicklung der Stoßstange bereitete keine weiteren Probleme.