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Wanderung zum Preikestolen

Dienstag 27.8.

Unsere Nachtruhe war zu Ende als uns ein merkwürdiges Geräusch, begleitet von einem Ruckeln am Wohnmobil aufschrecken ließ. Da hat eines unserer Schafe doch tatsächlich die Heckstoßstange benutzt um sich zu schrubbeln… Freche Viecher! Belustigt sind wir dann auch gleich aufgestanden, weil wir uns ohnehin ranhalten mussten um die Fähre um 7:20 zu kriegen. Als wir an der Fähre angekommen sind haben wir wieder die gleichen Leute aus Bad Urach getroffen, die am Vortag auch am Kjerag waren. Die Fähre fuhr ca. 1 Stunde in den Sonnenaufgang bis zum Preikestolen. Die restliche Fahrt bis zum Wanderparkplatz war nicht mehr lang, dafür aber mit hunderten von Halteverbotsschildern ausgestattet. Als wir am Wanderparkplatz ankamen war uns auch klar wieso. Die Tagesparkkarte kostet 100NOK. Aber immerhin war der Parkplatz noch fast leer und wir fanden einen guten Platz im Schatten und konnten uns zügig auf den Weg machen, was auch sehr zu empfehlen ist! Der Weg beginnt idyllisch über einen Steg durch den Wald, wird aber schnell anstrengender. Es gibt drei steile Anstiege, zwischendrin kurze flachere „Erholungsstrecken“. Der Weg nach oben besteht aus hohen Steinstufen, jeder bestimmt 60cm hoch. Auf jeden Fall ein strammes Oberschenkel- und Potraining… Leider waren wir nicht die ganze Zeit so allein wie am Wanderparkplatz. Vor uns liefen die ganze Zeit ein Paar Österreicher und Spanier, die echtnervig waren mit ihrem neunmalklugen dummen Geschwätz. Als wir endlich oben angekommen waren hatten wir ca. 15 Minuten um das Highlight zu genießen und ein paar schöne Bilder zu machen als plötzlich Heerscharen an Menschen kamen. Da müssen ganze Reisebusse angekommen sein. Es empfiehlt sich also wirklich sehr zeitig aufzubrechen wenn man nicht zertrampelt werden möchte. Der Preikestolen ist eine quadratisch endender Felsklotz, der steil im Fjord abfällt. Als ich für ein spektakuläres Foto kurz direkt an der Kante stand wurde es mir auch ziemlich schwummrig. Es geht wirklich ziemlich steil und sehr weit nach unten! Vom europäischen Sicherheitswahn wissen die Norweger noch nichts. Es hat sich aber gelohnt, das Bild ist klasse geworden! Auf dem Rückweg sind wir den Menschenmassen ausgewichen und sind auf der anderen Seite des Berges zurück gelaufen. Es war nicht ganz so steil und von der Vegetation auch etwas anders. Wenig später kamen uns aber auch hier unglaublich viele Leute entgegen. Beim Abstieg machte sich dann leider mein linkes Knie bemerkbar. Bei jedem hohen Tritt schmerzte es, woraufhin ich mich gedanklich schon von der morgigen Wanderung zur Trolltunga verabschiedete. Unser Tagesziel war heute Roldal, wo wir das erste Mal auf einem Campingplatz unser Nachtlager aufschlugen. So ganz klar ist uns nicht weswegen man auf einen Campingplatz geht. Uns haben unsere freien Stellplätze deutlich besser gefallen, und günstiger ist es obendrein.