HOMEIslandFranz. PolynesienKanadaNeuseelandNorwegenFjord & Fjell 2013Lofoten 2013Anreise über TromsöSvolvaerReineTennevollRückreise über TromsöTroms-Finnmark 2012USAKontakt / ImpressumFotografie

Tag 4 - Weiterfahrt nach Reine und Å

Tag 4 begann wieder mit einem tollen Frühstück und der Verabschiedung aus diesem tollen Hotel. Das Rica kann man wirklich als einen Top-Tipp weiterempfehlen und hier werde ich garantiert wieder übernachten, sollte ich nochmals in diese Gegend kommen.

Meine heutige Fahrtstrecke ist laut google nicht weit und in 1,5 Stunden zu schaffen. Aber aufgrund meiner vielen Stops und Umwege hat es auch diesesmal wieder den ganzen Tag gebraucht, bis ich am Ziel ankam. Aber so war es ja auch gedacht.

Es ging weiter auf der E10 Richtung Süden. Nach der Insel Gimsoya führt eine längere Brücke auf die Insel Vestvagoy. Direkt nach der Brücke teil sich die Straße und die E10 führt rechts mitten über die Insel, während links eine kleine Straße an der Küste entlang führt. Natürlich bin ich die kleine Straße gefahren, die teilweise herausfordernd vereist war, aber einzigartige Blicke auf die Fjorde und Berge freigab. Ein Umweg den mal absolut fahren sollte.

In Leknes führt der Weg wieder auf die E10 und man kann die normale Strecke weiterfahren.

Etwa 15 Minuten nach Leknes geht links eine kleine Straße nach Nusfjord, ein Ort der sehr malerisch mit seinen kleinen roten Häuschen in einem Fjord liegt. So schön, dass die Einwohner im Sommer von den Gästen sogar Eintritt verlangen um durch den Ort zu schlendern. Nun es war schön, aber Eintritt hätte ich hierfür nicht bezahlen wollen. Im Winter ist es zum Glück gratis.

Etwas weiter auf der Strecke kommt man durch die Siedlung Flakstad. Anschließend kommt man an einem kleinen netten Strand vorbei, an dem auch ein kleines Info-Häuschen steht. An diesem Strand hat man eine wunderbare Aussicht und die Möglichkeit, sich fotografisch auch auszutoben.

Von hier geht es über Ramberg weiter (toller Blick) bis nach einem langen Tunnel schließlich Hamnoya auftaucht. Hier lag das nächste Hotel, das Elliassen Rorbuer. Hier hatte ich eine kleine Fischerhütte für eine Nacht gemietet. Allerdings war die Rezeption nicht besetzt, so dass ich selbst einchecken durfte. Da es mich nachmittags nicht ins Bett gezogen hat bin ich die E10 weitergefahren bis zum Ort Å. Der Ort hat den wohl kürzesten Namen zwschen Nord- und Südpol, ist aber sehr nett anzusehen. Hier geht es auch nicht mehr weiter, die Straße endet hier und beim Blick auf die untergehende Sonne wird einem bewusst - hier geht es nicht mehr weiter. Die Welt ist hier zu Ende.

Der Sonnenuntergang war fabelhaft. Auf der Rückfahrt zum Hotel fand ich dann glücklicherweise ein Tankstelle in Reine, da mein Tank schon auf Reserve aufleuchtete. Dort ist mir vermutlich auch das schönste Bild der Reise gelungen - Reine zur blauen Stunde. Hier wollte ich auf jeden Fall nochmal später vorbeikommen, um diese einzigartige Kulisse bei Nacht mit Sternen und (hoffentlich) Polarlicht einzufangen.

Jetzt ging es aber erst mal zurück in meine Hütte zum Vesper. Inzwischen zogen Wolken auf, die auch meine Stimmung etwas verhüllten. Da wohnte ich als nun mitten in einem Fjrod mit einem fabelhaften Blick aus dem Wohnzimmer und es zogen Wolken auf...

Der Abend wurde mit Filmen auf dem Notebook abgekürzt. Gegen Mitternacht packte es mich dann doch und ich wollte so lange die Küste abfahren, bis ich ein Wolkenloch fand. Gesagt - getan. Nach nur guten 20 Minuten fahrt fand ich bereits einen freien Sternenhimmel mit einem sehr starken Polarlichtband, das zwar recht statisch aber trotzdem sehr schön anzusehen war.

Nach einiger Fahrt gelang ich zu einem kleinen Nebenarm eines Fjords, an dem ich mein Auto abstellte und einige Meter den Hügel hinauf lief. Hier herrschte eine absolute Ruhe - man hörte gar gar nichts. Es war so still, dass ich dachte mir sind die Ohren zu wie in einer Druckkammer. Es war ein absolut berauschendes Gefühl hier allein zu stehen, ohne Licht um mich herum, Sternenhimmel und Polarlichter über mir. Hier ist mir auch ein Polarlichtpanorama gelungen.

Gegen 2 Uhr morgens bin ich zurück Richtung Hotel gefahren, das immer noch in den Wolken lag. Glücklich bin ich ins Bett gefallen. Der nächste Tag sollte eine ziemlich lange Fahrtstrecke mit sich bringen, da ich ca. 7 Stunden Richtung Norden fahren sollte. Allerdings wurde aus dem geplanten frühen Start dann noch nichts...