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Tag 5 Dienstag 28.2.2012

Um halb 6 ging es los, da das Schiff um 6 Uhr am Hafen ablegt. Mit uns oder ohne uns. Ein kurzer Marsch durch das verschneite und dunkle Honningsvag und wir waren dort. Was uns hier erwartete hatte nun schon etwas mehr von einem Postschiff. Die MS Lofoten war das älteste Schiff der Flotte aus den 60er Jahre und hat im Gegensatz zu den anderen noch einen richtigen Kran an Bord, mit dem Waren in der Schiff geladen wurden. Passagiere waren hier nicht unbedingt die Hauptsache. Das Deck war komplett mit Schnee und Eis überzogen was darauf deutete, dass die letzten Stunden interessant gewesen sein müssen. Das Schiff war recht klein und überschaubar und wir wurden schon von der Empfangsdame erwartet. Es war ihr bekannt wer wir sind, warum wie hier sind und was wir alles von der Airline bekommen. Sie hat uns mit den Worten begrüßt „bis Tromsö haben wir Rock ´n Roll und hat damit auf die Wetterlage gemeint. Überhaupt wusste das fast jeder auf dem Schiff, denn wir sind immer wieder angesprochen worden, ob wir die gestrandeten Passagiere wären. Wir bekamen eine Kabine zugewiesen in der wir uns aufhalten können. Wir haben uns dann gleich wieder ins Bett gelegt und noch etwas versucht zu schlafen. Gegen 10 Uhr sind wir dann aufgestanden und haben uns in den gemütlichen Aufenthaltsraum zusammen mit unseren Frühstückspaketen gesetzt. Der Seegang war recht schwer, sodass wir unser Frühstück nach nur einem halben Brot abgebrochen haben. Es war uns nicht möglich in dieser Situation irgendwas zu essen. Es wurde sogar so stark, dass wir uns wieder nach unten in die Kabine begeben haben um dort im Dunkeln ins Bett zu liegen. So war die starke Schaukelei einigermaßen zu ertragen ohne gleich ein Übelkeitsgefühl zu bekommen. Irgendwann kam eine Durchsage, dass aufgrund der starken Schräglage des Schiffs die Duschen nicht mehr funktionieren würden und man bat darum, auf Duschen vorerst zu verzichten.

Als wir gegen halb 12 Uhr in Hammerfest im Hafen festmachten war das Schiff etwas ruhiger und wir haben das Schiff zum „Landausflug“ verlassen solange Waren verladen wurden. Wir wollten die nördlichste katholische Kirche der Welt besuchen, die aber leider verschlossen war.

So sind wir zurück aufs Schiff um etwas zu Mittag zu essen, da das Frühstück ja ausgefallen war. Wir dachten bevor die Schaukelei wieder losgeht nehmen wir was zu uns. Von der Restaurantcheffin wurden wir schon empfangen, die uns direkt aus dem Restaurant raus und in die Cafeteria rein geschickt hat. Schade, für die richtigen Gäste gab es Rentier und andere Leckereien. Wir durften uns nur von der kleinen Karte bedienen, die aber auch leckere Sache bot. Wir entschieden uns beide für Steinbutt mit Kartoffeln, der auch sehr lecker war. Bis zur Rückfahrt nach Tromsö haben wir uns wieder in unserer Kabine verkrochen, da nun die offene Seepassage vor uns lag und das Schiff so starke umher schleuderte, dass ich teilweise Angst hatte aus meinem Bett geworfen zu werden. Erst gegen Abend beruhigte sich die Fahrt und 2 Stunden vor Ankunft in Tromsö haben wir dann noch zusammen eine Rießen-Pizza gegessen. Immer noch auf Kosten der Airline.

Das Schiff kam mit etwa 1 Stunde Verspätung in Tromsö an, was an dem starken Seegang und den Wetterbedingungen lag. Es herrschte dichter Schneefall und wir hatten die Wahl zwischen Taxi oder laufen. Wir haben uns wieder für den Fußmarsch entschieden, da wir uns ja schließlich den ganzen Tag ausgeruht hatten. So kamen wir gegen 1 Uhr nachts im Hotel an, wo seit Sonntag unsere Koffer auf uns warteten.