HOMEIslandFranz. PolynesienKanadaNeuseelandNorwegenUSAUSA OstküsteAlltagsberichte PraktikumAnreise1. Woche2. WocheAusflügeMeine eigene BettwäscheWas ist Hiken?4 Tage - 7 StaatenNotstandsgebietFlorida-RundreiseCape Canaveral - Space Shuttle LaunchWashington D.C. (2006)Washington D.C. (2003)Niagara FallsNew York CityFotogalerie sonstigesUSA WestküsteKontakt / ImpressumFotografie

Anreise nach Greenville, SC

Der Tag begann mit einem guten Frühstück, dem letzten europäischen, wie ich dachte. Als ich mir gerade mein Nutella-Weckle in den Mund schieben wollte, bekamen wir noch unerwarteten Besuch: Die Schwiegereltern standen plötzlich vor der Türe. Kurzes Händeschütteln und schon waren sie wieder weg.

Nachdem dann auch am Abend vorher schon alle Koffer gepackt waren, ging es los in Richtung Flughafen. Dort angekommen gaben wir meine Koffer auf. Was ich natürlich nicht wusste war, dass die alle Koffer nochmals aufmachen und durchwühlen. Sonst hätte ich nicht so viele Kleinteile in lose hineingelegt... (was passiert ist kann man sich ja nun vorstellen).

Nach dem CheckIn gabs noch einen kurzen Abschiedskaffee im Flughafengebäude. Gegen 10.15 Uhr war dann großes verabschieden angesagt und ich verschwand auch schon im Gatebereich. Dort angekommen stand ich vor verschlossenen Türen. Ein freundlicher Polizist sagte mir dann, dass ich für Delta-Flüge erst um das ganze Gebäude laufen muss, da die ein eigenes Gate hatten. Da der Flug nun schon 2 mal aufgerufen wurde, dachte ich, dass ich mich besser beeilen sollte. Also raus aus dem Gate, raus aus dem Sicherheitsbereich (wo mich alle angestarrt haben) und rum um das Gebäude wieder rein in den Sicherheitsbereich.

Dort angekommen, musste ich erst einmal meine Schuhe ausziehen worauf das Terminal recht schnell leer geworden ist. Warum weiß ich auch nicht. Beim Durchleuchten ist denen dann aufgefallen, dass in der Notebooktasche ja tatsächlich ein Notebook ist, worauf man mich zur gesonderten Kontrolle bat. Ich musste es anschalten und hoffte, dass es auch funktionierte, weil ich ja in den letzten Wochen einschlägige Erfahrungen mit Dell Notebooks gemacht habe. Trotzdem ging's an und nachdem ich auch noch ein Bild vom Sicherheitsmenschen gemacht hatte (könnte ja auch ne Uzzi in der Kamera sein) durfte ich dann zur Passkontrolle.

Irgendwann hab ich es dann doch bin in den Flieger geschafft und habe nach einmal umsetzen einen Platz am Notausgang am Fenster bekommen (der entgegen der Auskunft am Schalter sehr wohl Beinfreiheit geboten hatte).

Der Getränkeservice war sehr gut, man saß eigentlich nie auf dem Trockenen. Die Filme waren aber nicht so toll gewählt. Als einzigen deutschen Film zeigten sie Spiderman, den ich aber schon gesehen hatte und noch auf CD dabei habe... Die anderen habe ich nicht verstanden, darum habe ich lieber der Stewardess aus der business class beim Servieren zugesehen.

Nach 27 Tagen sind wir dann endlich in Atlanta angekommen, wo schon der Immigration Officer auf uns gewartet hat. Der sah aus wie so ein richtiger Ami: Schwarz, Fett und hat den Sessel voll ausgefüllt.

Die Einreise ging einfacher als ich dachte, hatte ich doch meine Karte im Flugzeug mindestens 3 mal ausgefüllt bis ich mir sicher war, dass jetzt nichts mehr stimmt was ich da hin geschrieben habe. Sogar die Adresse hier in Greenville habe ich falsch abgeschrieben. Ich hoffe nur die suchen nicht nach mir, sonst komm ich im März nicht heim sondern in den Knast.

Beim Zoll wollte der auch so einiges wissen, was mich doch gewundert hat da er die kleine Blonde vor mir einfach durchgewinkt hatte. Na ja, wenigstens hat er meinen Jahresvorrat an Schokolade nicht gefunden.

Der Weiterflug nach Greenville sollte eigentlich schon ne Stunde später starten, aber nachdem die immer wieder Ankunftszeit für unsere Maschinen in Atlanta nach hinten korrigiert haben habe ich mir doch so einige Gedanken gemacht. Ne Stunde später als geplant ging's dann aber los. Der Flug dauert normalerweise nur ne halbe Stunde. Warum wir für die paar Meilen aber 1,5 Stunden gebraucht haben lag wohl an dem Hurrikan durch den wir durchgeflogen sind.

Die Ankunft in Greenville ging dann noch locker weiter. Die Koffer kamen sogar an, Strom gab's hier auch und wenn ich nun noch abgeholt werde, ist es fast perfekt. Ich wurde abgeholt. Und meine erst Fahrt in unserem Chevy konnte beginnen.

Im Haus angekommen fanden wir schnell heraus, dass die Klimaanlage im ersten Stock (dem Wohnbereich) nicht funktionierte. Kein Problem, hat hier ja auch nur ca. 30°C. Um meine Schokolade machte ich mir dabei keine Gedanken, erst 2 Tage später als ich ein Stück davon haben wollte. Aber keine Sorge, Gläser gibt's hier auch.

Nachdem ich dann sofort meinen Laptop an die Telefonbuche gehängt hatte, musste ich ernüchtert feststellen, dass es im High-Tech Land USA tatsächlich Telefonanschlüsse gibt, die ausser einem gewaltigen Rauschen und Brummen nichts weiter übertragen, was sich auch bei weiteren Telefonaten nicht ändern sollte. War also nichts mit Internet im Haus.

Das erste Wochenende machte uns dann Mut, denn nachdem Sturm- und Flutwarnungen für Greenville herausgegeben wurden fühlte ich mich schon wie zu Hause. Der erste Arbeitstag konnte kommen...

[to be continued]